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Endress+Hauser: Umsatz steigt um 7 Prozent / Stühlerücken im Management

07.05.2014 Der Automatisierungsanbieter Endress+Hauser ist auch im vergangenen Jahr deutlich gewachsen und konnte ein neues Rekordergebnis einfahren. Lediglich Währungseffekte trüben die Bilanz. Nach dem Wechsel im operativen Management wurden nun auch im Verwaltungsrat der Gruppe neue Mitglieder gewählt.

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Der Neue Endress+Hauser CEO Matthias Altendorf freut sich über gute Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr (Bild: Endress+Hauser)

Mit einem Betriebsergebnis von 277 Millionen Euro hat Endress+Hauser im vergangenen Geschäftsjahr für sich selbst wieder eine neue Bestmarke gesetzt. Die aktuellen Zahlen beinhalten nun auch die Effekte aus den jüngsten Unternehmenskäufen: Neben der Übernahme von Geschäft und Beschäftigten des bisherigen Repräsentanten in Indonesien und dem Kauf der in der optischen Analyse tätigen US-Firma Kaiser Optical Systems fällt in erster Linie die Beteiligung an Analytik Jena ins Gewicht. Damit will Endress+Hauser ein Standbein im Laborgeschäft aufbauen. Das börsennotierte deutsche Unternehmen stellt analytische Instrumente und bioanalytische Systeme her. Endress+Hauser hält inzwischen über 50 Prozent an Analytik Jena; weitere 27 Prozent der Anteile kann die Firmengruppe ab Oktober 2014 erwerben. Ziel ist die vollständige Übernahme. Von den 1.853 neuen Stellen im Unternehmen sind knapp 1.300 durch die Zukäufe hinzugekommen, weitere 550 Arbeitsplätze wurden in der Firmengruppe organisch geschaffen.

Chemieprojekte beflügeln den Absatz

Während die Zukäufe für ein Umsatzwachstum von zwei Prozent sorgten, kosteten Währungseffekte aufgrund des starken Euros drei Prozent des Umsatzwachstums. „Unser Wachstum war breit abgestützt über die verschiedenen Branchen“, berichtete Michael Ziesemer, Stellvertreter des CEO. Für besondere Impulse sorgten nicht zuletzt große Projekte in der chemischen Industrie. Überdurchschnittlich gut entwickelte sich das Geschäft mit Dienstleistungen und Automatisierungslösungen. „Unsere Strategie, Kunden über die Prozessmesstechnik hinaus zu unterstützen, ist erfolgreich“, unterstrich Michael Ziesemer. Für 2014 hat sich das Unternehmen ein Umsatzziel von  2,1 Milliarden Euro gesetzt – bedingt durch die Akquisitionen ein Plus von über 15 Prozent. Außerdem sind Investitionen in Höhe von 160 Mio. Euro geplant.

Wechsel an der Spitze

Im Management der Firmengruppe gab es zuletzt einige Veränderungen: Bereits zum Jahresbeginn wechselte CEO Klaus Endress in den Verwaltungsrat und löste dort Klaus Riemenschneider als Präsident ab. Neuer CEO der Firmengruppe ist Matthias Altendorf. Im Verwaltungsrat sind nun Dr. George A. Endress, Dr. Hans Fünfschilling und Willi Ruesch turnusgemäß ausgeschieden, neu hinzugewählt wurden Hans-Peter Endress, Thomas Kraus und Antonietta Pedrazzetti.

(as)

 

 

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