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Entkeimung von Nahrungsmitteln mit Sattdampf in Autoklaven

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17.03.2014 Nahrungsmittelentkeimung ist ein wichtiges Thema in der Lebensmittelindustrie. So ist es jederzeit eine Herausforderung, dem Verbraucher oder der lebensmittelverarbeitenden Industrie gesundheitlich unbedenkliche Nahrungsmittel und bzw. oder Bestandteile zur Verfügung zu stellen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

      • Sattdampf ist eine zu 100% natürliche Möglichkeit zur Pasteurisation. Der Prozess verwendet zur Entkeimung nur gesättigten Dampf (ohne Lufteinschlüsse) im Vakuum.
      • Die Hitze des Sattdampfs ist der Faktor, der die Erreger auf dem Produkt rasch abtötet. Der ganze Prozess geht sehr schnell, um die Produkteigenschaften, wie Farbe, Ölgehalt und niedriger Feuchtigkeitsgehalt, zu erhalten
      • Das Batch-System ist gekennzeichnet durch hohe Flexibilität bei Produktmenge und –vielfalt.

Zum Beispiel die Gruppe der sogenannten trockenen Lebensmittel, Produkte mit niedrigem Feuchtigkeitsgehalt, wie Gewürze, Kräuter, Tees, Nüsse oder Trockenfrüchte, werden durch viele Länder exportiert. Bevor diese Produkte jedoch vermarktet werden können, müssen die verschiedenen Erreger, die sich auf dem Erzeugnis befinden, abgetötet werden.

Natürliches Verfahren: die Behandlung mit Hitze
Dafür gibt es verschiedene Methoden: Gas, Bestrahlung oder Hitze. Gas (chemische Begasung) und Bestrahlung funktionieren gut, sind aber unnatürlich und hinterlassen Rückstände. Aus diesem Grund wurde die Behandlung mit Gas in Europa und vielen anderen Ländern verboten. Die einzige natürliche Variante ist die Behandlung mit Hitze. Dafür gibt es diverse Methoden. Die derzeit meist gebräuchlichste ist die Dampfsterilisation – insbesondere mit gesättigtem Dampf.

Anfang der 90er Jahre wurde Imtech-Steri von verschiedenen Gruppen kontaktiert, die daran interessiert waren Sattdampf für die Entkeimung von Lebensmitteln zu gebrauchen. Sie haben das Unternehmen ausgewählt aufgrund der großen Erfahrung in der Verwendung von gesättigtem Dampf zur Sterilisation in der Pharmaindustrie und der Medizin. Nach einer Forschung- und Entwicklungsphase ist es gelungen, aus dem Standard-Sterilisationsprozess, verwendet in der Industrie, ein geeignetes Pasteurisationsverfahren zu entwickeln, dass insbesondere für Nahrungsmittel mit geringem Feuchtigkeitsgehalt eingesetzt wird und sehr effektiv ist. Es ist bewiesen, dass der Prozess schnell, sicher und wirksam die Mikroorganismen abtöten kann. Die erste Anlage, die mithilfe von Sattdampf sogenannte trockene Lebensmittel entkeimt, wurde Ende der 90er Jahre in Betrieb genommen.

Behandelte Lebensmittel erfüllen alle Anforderungen
Sattdampf ist eine zu 100 % natürliche Möglichkeit zur Pasteurisation. Der Prozess verwendet zur Entkeimung nur gesättigten Dampf – ohne Lufteinschlüsse – im Vakuum. Der Sattdampf ist derjenige Faktor, der die Erreger auf dem Produkt rasch abtötet. Der ganze Prozess geht sehr schnell, um die Produkteigenschaften wie Farbe, Ölgehalt und niedriger Feuchtigkeitsgehalt zu erhalten. Das ganze Verfahren findet in einem sogenannten Autoklaven statt, einer Druckkammer, die luftdicht verschließbar ist.

Die Verwendungsgebiete sind sehr vielseitig und eignet sich für Kräuter, Gewürze und Pilze bis mittlerweile hin zu Nüssen, Trockenfrüchten, Tees und Lebensmittelzusatzstoffen in Pulverform. Die behandelten Produkte erfüllen die Lebensmittelsicherheitsanforderungen und die Bio-Labels. Allem voran und am wichtigsten: Der Prozess ist für den Verbraucher sicher und absolut natürlich.

 

 

Hier erfahren Sie mehr über Autoklaven

 

Heftausgabe: März 2014

Über den Autor

Mathieu Oser, Geschäftsführer Imtech Steri
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