Mühsamer Weg zur einheitlichen Kommunikation

Ethernet im Ex-Bereich

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01.06.2015 Bis es beim Ethernet in the Field „übermorgen“ wird, können noch Jahre vergehen. So war das zumindest auf der PI-Konferenz der Profibus-Nutzer-Organisation im März in Speyer zu hören.

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Entscheider-Facts Für Betreiber und Ausrüster

  • Das Interesse der Anwender an einer durchgängigen Ethernet-Lösung für Prozessanlagen ist groß.
  • Groß sind allerdings auch noch die Herausforderungen, die erfüllt sein müssen, um „Ethernet in the Field" real werden zu lassen.
  • In der APL-Gruppe treffen sich Hersteller, um mögliche Konzepte zu diskutieren. Eine Einigung ist allerdings noch nicht in Sicht.

Dort wurde ein möglicher Migrationspfad auf dem Weg von Profibus PA hin zu einem eigensicheren, ex-geschützten 2-Leiter-Ethernet auf Basis des Protokolls Profinet skizziert. Doch hinter den Kulissen ringen die Hersteller zäh um die Physik für die künfige Netzwerk-Lösung für Feldgeräte.

Und das hatten sich viele Anwender anders vorgestellt: So verblüfften die Teilnehmer einer CT-Umfrage zum Thema Durchflussmessgeräte – allesamt Anwender aus der Chemie- und Pharmaindustrie – die Redaktion im vergangenen Herbst dadurch, dass sie sich schon heute für Neuanlagen sehr konkret Ethernet-Kommunikation wünschen. Auf die Frage „Welche Kommunikationskonzepte sind für Sie bei der Beschaffung von Durchflussmessgeräten wichtig?“ antworteten 58 % der Befragten mit der Aussage „Ethernet“. Nur fünf Prozent mehr fordern Profibus PA, und der Wunsch nach Ethernet-Kommunikation liegt sogar deutlich (11 %) über dem nach einem Foundation-Fieldbus-Anschluss.

Sowohl PA als auch FF halten viele Anwender aufgrund der niedrigen Bandbreite nicht mehr für zeitgemäß. Denn nicht nur der Wunsch nach Einbindung von Analysegeräten mit ihrem hohen Datenvolumen, sondern auch die wachsende Datenflut an Geräteparametern oder aber Konzepte, bei denen die Gerätebeschreibung eines Feldgeräts von diesem oder in diese geladen wird (z. B. künftige FDI-DTMs), verursachen aufgrund der niedrigen Bandbreite unerwünschte Wartezeiten. Dieses Problem soll eine „Ethernet in the Field“-Lösung beheben. Doch bis das Realität wird, werden noch Jahre vergehen.

Heftausgabe: Juni 2015
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Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
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