Markt

Europäische Pharmaindustrie bis 2020: Zwischen Margendruck und neuen strategischen Optionen

30.11.2010 Die europäische Pharmaindustrie sieht sich in den nächsten zehn Jahren einem erheblichen Druck auf die eigene Profitabilität ausgesetzt. Die Unternehmen sind aber gleichzeitig optimistisch, mit innovativen Produkten und Geschäftsmodellen neue Renditepotenziale erschließen zu können.

Anzeige

(Bild: Merck)

Dies zeigt eine gemeinsame Umfrage der Unternehmensberatung Management Engineers und der Business School Insead Fontainebleau unter europäischen Top-Managern der Branche. Demnach werden vor allem die Präventivmedizin, integrierte Therapiemodelle und die personalisierte Medizin als hochprofitable Geschäftssegmente gesehen. Auch die erheblichen Investitionen zur Erforschung und Entwicklung von Biotech-Produkten werden sich bis zum Jahr 2020 ausgezahlt haben – so sieht es die große Mehrheit der Befragten. Diese Erfolge werden auch nötig sein, denn der Druck auf Kosten und Absatzpreise der europäischen Pharmabranche wird sich bis dahin sukzessive erhöhen. Stärkster Kostentreiber – so die Einschätzung der Befragten – bleiben die regulatorischen Vorgaben für die Zulassung und laufende Überwachung von Medikamenten, die sich nochmals deutlich verschärfen dürften. Auf der Preisseite sind es drei Entwicklungen, durch die sich die europäischen Unternehmen der Branche bis 2020 besonders gefordert sehen: die zunehmende Macht der Payer, die Konzentration der Einkaufskraft von Apotheken, Kliniken und Ärzten sowie die Ausweitung von bestehenden und neuen Vertriebskanälen beispielsweise über das Internet.


Loader-Icon