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Evonik: neuer enzymatischer Prozess zur Serin-Produktion

18.10.2013 Evonik Industries, Essen, hat einen neuen wirtschaftlicheren Prozess für die enzymatische Synthese der Aminosäure Serin entwickelt. Der Hersteller hat dazu die bestehenden Produktionsanlagen am chinesischen Standort Nanning erweitert.

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Durch eine neu entwickelte enzymatische Synthese kann Evonik Industries die Aminosäure Serin in allen Varianten wirtschaftlicher als zuvor produzieren (Bild: Evonik)

Die neue enzymatische Synthese erlaubt es dem Chemieunternehmen, alle Enantiomerenformen herzustellen: L-Serin, D-Serin, und DL-Serin. „Mit dem Ausbau der Produktionskapazität in Nanning können wir Serin nun in allen Varianten vollständig rückintegriert produzieren“, sagt Dr. Jean-Luc Herbeaux, Leiter des Evonik-Geschäftsgebiets Health Care. „Durch die Kontrolle der gesamten Lieferkette können wir unseren Kunden ein höchst verlässlicher Partner sein – sowohl in Hinsicht auf die Liefersicherheit als auch die Produktqualität.“

Dr. Thomas Hermann, Vice President des Rexim-Produktbereichs, ergänzt: „Aufgrund unserer technologischen Expertise sind wir in der Lage, alle marktgängigen Serin-Derivate anzubieten. Dies verschafft Evonik eine einzigartige Marktstellung.“ Der Hersteller bietet Serin dementsprechend in allen Qualitätsstufen an: von technischer Qualität für chirale Synthesen bis zu GMP-Qualität für pharmazeutischen Anwendungen.

L-Serin ist eine der im menschlichen Körper natürlich vorkommenden, nicht-essentiellen Aminosäuren. Die Hauptanwendungsgebiete von L-Serin liegen in den Bereichen Ernährung und Pharmazie, darüber hinaus wird es auch von der Kosmetikindustrie verwendet. Im Bereich Ernährung kommt die Aminosäure beispielsweise in hypoallergener Folgemilch für Neugeborene mit Laktoseintoleranz oder in Sportlerernährung zum Einsatz. Seine pharmazeutische Verwendung findet L-Serin als Baustein für Arzneiwirkstoffe oder in der parenteralen Ernährung. Im Kosmetikbereich wird es überwiegend in Produkten zur Haut- und Haarpflege eingesetzt. D-Serin und DL-Serin werden für die Synthese verschiedener Arzneiwirkstoffe verwendet.

(dw)

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