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FDA veröffentlicht Pläne für Nahrungsmittel- und Pharmaproduktsicherheit

01.07.2011 Die Food and Drugs Administration (FDA) der USA hat ihre Zukunftspläne zur Qualitätssicherung importierter Nahrungs- und Pharmaprodukte bekanntgegeben. Kern ist die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen auf globaler Ebene.

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FDA veröffentlicht Pläne für Nahrungsmittel- und Pharmaproduktsicherheit

Die FDA begründet die Strategieänderung mit dem gestiegenen Import von Produkten des täglichen Konsums. Für 2011 erwartet die Organisation in diesem Bereich das Vervielfachen der Zahlen des Jahres 2000. Mittlerweile entstammen zwischen 10 und 15 Prozent aller Nahrungsmittel dem Ausland, bei Fisch und Meeresfrüchten sind es sogar 80 Prozent. Ebenso groß ist der Anteil bei pharmazeutischen Wirkstoffen.

Aufgrund der Globalisierung und steigendem Kostendruck verlagern immer mehr Hersteller die Produktion ins Ausland, weshalb die Güter oft während ihres Produktionszyklus mehrere Ländergrenzen überschreiten. Dies macht es schwierig, die Herkunft eines Produktes fest- und gleichzeitig sicherzustellen, dass während der gesamten Herstellungskette die geforderten Qualitätsstandards eingehalten werden.

Bereits im Einsatz ist das Predict-System (Predictive Risk based Evaluation for Dynamic Import Compliance Targeting). Es analysiert die Daten des kompletten Lebenszyklus eines Produktes, um riskante Lieferungen schon zu identifizieren, bevor sie die USA erreichen. Ebenfalls trat die FDA dem Pharmaceutical Inspection Cooperation/Scheme (PIC/S) bei, einer informellen Organisation von Pharma-Aufsichtsbehören aus 39 Ländern.

Auch auf juristischer Ebene ist die FDA tätig, beispielsweise sind Importeure seit 2011 ausdrücklich zum Nachweis verpflichtet, dass eingeführte Lieferungen angemessenen Präventiv-Kontrollen unterliegen und die Nahrungsmittel-Sicherheit gewährleistet ist. Für die Zukunft baut die FDA vor allem auf eine enge Vernetzung auf internationaler Ebene. Hierfür hat sie einen Vorstoß mit vier Kernpunkten präsentiert:

1.) Die FDA wird in enger Partnerschaft mit ihren ausländischen Gegenstücken einen globalen Bund zwecks Regulierung bilden. Schwerpunkt ist das Bilden und Stärken eines weltweiten Produkt-Sicherheitsnetzes.

2.) Innerhalb dieses Bundes soll ein Daten-Informationssystem und Netzwerk entstehen, in dem Aufsichtsbehörden Informationen und Ressourcen in Echtzeit austauschen können.

3.) Die FDA will ihre Leistungsfähigkeit im Sammeln von Informationen weiter ausbauen. Verstärkter Fokus soll auf die Risikoanalyse und das Nutzen moderner IT gelegt werden.

4.) Die FDA wird ihre Ressourcen gemäß der jeweiligen Risikolage aufteilen und die gemeinsamen Anstrengungen von Regierung, Industrie sowie dritten Parteien des öffentlichen und privaten Sektors effizient nutzen.

 

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