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Fisch: Markenprodukte fallen durch schlechte Kennzeichnung auf

30.12.2013 Das Fischsortiment im deutschen Lebensmitteleinzelhandel stammt nach einer Untersuchung von Greenpeace, Hamburg, nur zu knapp einem Viertel aus ökologisch nachhaltiger Fischerei und Aquakultur. Greenpeace hatte von Juli bis August bundesweit in 91 Filialen von 17 Unternehmen das Fischsortiment untersucht.

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Fisch: Markenprodukte fallen durch schlechte Kennzeichnung auf

Das Fischsortiment im deutschen Lebensmitteleinzelhandel stammt nach einer Untersuchung von Greenpeace nur zu knapp einem Viertel aus ökologisch nachhaltiger Fischerei und Aquakultur (Bild: Greenpeace)

Dazu gehören alle Fischprodukte aus der Tiefkühl-, Frischfisch- und Kühltheke sowie dem Dosenregal. Die Stichprobe umfasste rund 15.000 Artikel. „Das Sortiment hat sich im Vergleich zu 2010 bezüglich der Nachhaltigkeit zwar von 16 auf knapp 22 Prozent verbessert. Das ist aber zu wenig, um die Fischbestände zu schützen. Denn es heißt auch, dass über Dreiviertel der Waren noch immer nicht nachhaltig sind“, sagt Iris Menn, Meeresexpertin bei Greenpeace. „Hier ist der Lebensmittelhandel in der Pflicht“, so Menn.

Damit die Verbraucher die ökologisch nachhaltigen Produkte erkennen, müssen diese vollständig gekennzeichnet sein. Greenpeace fordert, dass auf der Verpackung neben dem deutschen und lateinischen Artnamen, das spezifische Fanggebiet und die Fangmethode sichtbar sein müssen. Gleiches gilt für die Aquakulturen: Hier müssen das Herkunftsland, die Region, die Farm und die Zuchtmethode vermerkt sein.

Doch auch bei Kennzeichnung gibt es nach Meinung von Greenpeace noch hohen Nachholbedarf: Auch hier sind lediglich knapp ein Viertel der Produkte in den Theken und Regalen vollständig gekennzeichnet. Das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2010 von 8 auf 24 %. Auffällig allerdings ist, so Greenpeace, dass die Eigenmarkenprodukte der Handelsketten besser gekennzeichnet sind als Markenprodukte. „Unternehmen wie zum Beispiel Costa, Lysell, Laschinger, Saupiquet blockieren die Bemühungen des Lebensmittelhandels für ein ausreichend gekennzeichnetes Sortiment“, sagt Menn.

Die Stichproben wurden in folgenden Unternehmen genommen: Kaufland, Lidl, Aldi Nord, Aldi Süd, Netto Stavenhagen, Tegut, Kaiser‘s Tengelmann, Norma, Selgro, Edeka und Netto Markendiscount (beide: Edeka AG), Real und Metro Cash & Carry (beide: Metro Group), Penny, Toom und Rewe (alle drei: Rewe Group), Combi (zu Bünting).

(dw)

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