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Forschungskooperation mit Pfizer beflügelt Merck

19.11.2014 Die Nachricht, dass die Darmstädter Merck KGaA mit dem US-Pharmakonzern Pfizer eine milliardenschwere Kooperationsvereinbarung getroffen hat, beflügelt den Wert der Merck-Aktie. Diese legte am Montag zeitweise um 3,5 Prozent zu. Merck will gemeinsam mit Pfizer einen Antikörper für die Immuntherapie von Krebs entwickeln und vermarkten.

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Forschungskooperation mit Pfizer beflügelt Merck

Merck will gemeinsam mit Pfizer Krebsmittel entwickeln und vermarkten (Bild: Merck)

Merck hatte gestern mit Pfizer einen Vertrag über eine weltweite Zusammenarbeit zur Entwicklung und Vermarktung von MSB0010718C geschlossen. Der Anti-PD-L1-Antikörper aus der Forschung des Darmstädter Unternehmens ist zurzeit zur potenziellen Behandlung unterschiedlicher Tumorarten in der Entwicklung. Ziel der Allianz ist, die Präsenz beider Unternehmen in der Immunonkologie voranzutreiben. 

Der Antikörper soll sowohl als Einzelwirkstoff als auch in Kombination mit einer breiten Palette von bereits zugelassenen oder noch in der Entwicklung befindlichen Pipeline-Kandidaten beider Unternehmen entwickelt werden. Die beiden Unternehmen werden darüber hinaus ihre Ressourcen und Expertise bündeln, um den Anti-PD-1-Antikörper von Pfizer in Phase-1-Studien zu überführen. Außerdem wird Merck im Rahmen eines Co-Marketing-Abkommens Xalkori, ein Medikament für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom, in den USA und verschiedenen anderen Schlüsselmärkten vertreiben.   

Laut Vereinbarung wird Merck eine Vorauszahlung in Höhe von 850 Mio $ (rund 680 Mio €) und bei Erreichung bestimmter regulatorischer und kommerzieller Meilensteine weitere Zahlungen von bis zu 2,0 Mrd $ erhalten. Alle anfallenden Entwicklungs- und Markteinführungskosten sowie alle Umsätze, die durch einen möglichen Verkauf von Anti-PD-L1 oder Anti-PD-1-Produkten im Rahmen dieser Zusammenarbeit erwirtschaftet werden, sollen geteilt werden.   

(as)

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