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Fraunhofer IPA will Begriff der Reinraumtauglichkeit transparent machen

23.03.2005 Der Bedarf an reinraumtauglichen Produkten und Werkstoffen steigt stark an. Was aber genau mit „reinraumtauglichen Werkstoffen“ gemeint ist, ist meist unklar. Denn anders als bei den Betriebsmitteln gibt es bisher weder eine klare Definition über die Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen noch spezifizierte Untersuchungsmethoden dazu. Diesem Defizit wollen die Reinraum-Experten des Fraunhofer IPA abhelfen. Ein erster Schritt

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Der Bedarf an reinraumtauglichen Produkten und Werkstoffen steigt stark an. Was aber genau mit „reinraumtauglichen Werkstoffen“ gemeint ist, ist meist unklar. Denn anders als bei den Betriebsmitteln gibt es bisher weder eine klare Definition über die Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen noch spezifizierte Untersuchungsmethoden dazu. Diesem Defizit wollen die Reinraum-Experten des Fraunhofer IPA abhelfen. Ein erster Schritt dazu war die Gründung des Industrieverbunds „Reinraumtaugliche Werkstoffe RTW“. Ziel des Industrieverbunds ist, die Bewertung der Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen und die Materialauswahl für reine Anwendungen auf ein sicheres Fundament zu stellen. Die Verbundpartner erhalten einen umfassenden Überblick über den derzeitigen Stand der Technik und können die künftigen Anforderungen und Verfahren mitgestalten. Im Ergebnis sollen die Teilnehmer praxistaugliche Werkzeuge zur fundierten Auswahl und standardisierten Überprüfung der Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen erhalten.


Phase 1 des Arbeitskreises hatte das Ziel, „Reinraumtauglichkeit“ in Bezug auf Werkstoffe zu spezifizieren und entsprechende Prüfalgorithmen zu gestalten und zu etablieren. Sie wurde im Februar erfolgreich abgeschlossen. Eine standardisierte Vorgehensweise zur Untersuchung der Reinraumtauglichkeit von Werkstoffpaarungen liegt nun vor, ebenso ein Bewertungsalgorithmus sowie ein Werkstoffprüfstand für den Erhalt reproduzierbarer Prüfergebnisse. Jetzt soll eine Datensammlung über die Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen aufgebaut werden, auf die alle Verbundteilnehmer Zugriff haben.


Phase 2 startet mit einem Kick-off-Meeting am 12. Mai am Fraunhofer IPA in Stuttgart. Im Meeting sollen interessierte Firmen über den Stand der Forschung in Bezug auf die Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen und die Inhalte der Phase 2 der Industriekooperation informiert werden. Das Kick-off-Meeting ist kostenfrei. Für eine weitere Teilnahme in Phase 2 nimmt der Verbund noch Industriepartner als Mitglieder auf.

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