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Fresenius steigert Umsatz 2013 um 5 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro

25.02.2014 Der Konzernumsatz von Fresenius, Bad Homburg, stieg 2013 um 5 % (währungsbereinigt um 8 %) auf 20,331 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis (Ebit) verminderte sich um 1 % (zu Ist-Kursen) auf 3,045 Mrd. Euro, erhöhte sich jedoch währungsbereinigt um 1 %.

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Fresenius steigert Umsatz 2013 um 5 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro

Der Fresenius-Konzern ist zuversichtlich: Der Konzernumsatz soll von derzeit 20 Mrd. Euro (2013) in den kommenden 4 Jahren auf 30 Mrd. steigen (Bild. Fresenius)

Das Konzernergebnis (das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt) legte zu Ist-Kursen um 12 % auf 1,051 Mrd. Euro zu (+14 % währungsbereinigt). Der Konzern-Ebitda stieg um 1 % (währungsbereinigt 3 %) auf 3, 888 Mrd. Euro (2012: 3,851 Mio. Euro). Eine Dividendenerhöhung um 14 % auf 1,25 Euro wird je Aktie vorgeschlagen. Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern erhöhte sich um 5 % auf 178.337 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr (jeweils zum Jahresende).

Das organische Umsatzwachstum betrug 4 %. Akquisitionen trugen 5 % zum Umsatzanstieg bei. Desinvestitionen minderten den Umsatzanstieg um 1 %. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 3 %.

Dr. Ulf Mark Schneider, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „2013 war für uns ein überaus erfolgreiches Jahr. Erstmals haben wir einen Umsatz von mehr als 20 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von über einer Milliarde Euro erreicht. Mit dem Erwerb der Kliniken von Rhön haben wir in unserem Krankenhausgeschäft die Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum und zukunftsweisende Versorgungsangebote geschaffen. Mittelfristig sehen wir sehr gute Wachstumschancen in allen Unternehmensbereichen. Die demografische Entwicklung in den Industrieländern und der deutliche Nachholbedarf in den Schwellenländern treiben die weltweite Nachfrage nach hochwertigen und bezahlbaren Gesundheitsleistungen. In diesem Marktumfeld wollen wir unsere Präsenz in allen Regionen stärken und neue Märkte erschließen.“

Konzernausblick für 2014 bis 2017
Fresenius erwartet einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes zwischen 12 und 15 %. Das Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 2 bis 5 % steigen. Für das Geschäftsjahr 2017 strebt Fresenius einen Konzernumsatz von rund 30 Mrd. Euro an; das Konzernergebnis soll auf 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro steigen.

Ergebnisse in den Unternehmensbereichen
Fresenius Medical Care (Dialyse-Produkte und Dienstleistungen) steigerte den Umsatz um 6 % auf 14,610 Mrd. US-Dollar. Das organische Wachstum betrug 5 %, Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzanstieg bei. Desinvestitionen minderten den Umsatz um 1 %. Der EBIT von Fresenius Medical Care lag mit 2,256 Mrd. US-Dollar 3 % unter dem Vorjahreswert. Behandelt wurden 270.122 Patienten in 3.250 Dialysekliniken.

Fresenius Kabi (Infusionstherapien, generische iv-Arzneimittel, klinische Ernährung, medizintechnischen Geräten) steigerte den Umsatz um 10 % (währungsbereinigt 14 %) auf 4,996 Mrd. Euro. Der Ebit sank von 934 Mio. Euro (2012) auf 926 Mio. Euro; währungsbereinigt ergibt sich allerdings eine Erhöhung des Ebit um 1 %. Die Integration des Transfusionsspezialisten von Fenwal verläuft planmäßig; im Jahr 2013 fielen dafür Integrationskosten in Höhe von 54 Mio. Euro vor Steuern an.

Fresenius Helios (Klinikbetreiber) steigerte mit seinen 72 Kliniken den Umsatz um 6 % auf 3,393 Mrd. Euro. Zum Umsatzwachstum trugen ein organisches Wachstum von 3 % sowie Akquisitionen mit 4 % bei. Desinvestitionen minderten den Umsatz um 1 %. Der Ebit stieg um 21 % auf 390 Mio.

Am 20. Februar 2014 erhielt Fresenius Helios die kartellrechtliche Freigabe für den Erwerb von 40 Krankenhäusern und 13 Medizinischen Versorgungszentren der Rhön-Klinikum. Der Abschluss des überwiegenden Teils der Transaktion soll Ende Februar erfolgen. Die Gesellschaft wird etwa 70 % des akquirierten Geschäfts ab dem 1. Januar 2014 konsolidieren. Für zwei Kliniken stehen derzeit noch die Zustimmungen der kommunalen Mitgesellschafter aus.

Fresenius Vamed (Projekte und Dienstleistungen für Krankenhäuser) steigerte den Umsatz um 21 % auf 1,020 Mrd. Euro. Dazu trugen ein organisches Wachstum von 13 % sowie Akquisitionen mit 8 % bei. Der Ebit stieg um 8 % auf 55 Mio Euro.

(dw)

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