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Frost & Sullivan: Vier Megatrends formen die Märkte 2012

31.05.2012 Eine aktuelle Prognose des US-amerikanischen Beratungsunternehmens Frost & Sullivan fasst die wichtigsten Perspektiven für Wachstum in den Industrien Chemie, Materialien und Lebensmittel für 2012 zusammen und zeigt außerdem, wo die nächsten Wachstumschancen in den unterschiedlichen Sektoren und Regionen der Welt liegen.

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Nach einer aktuellen Prognose von Frost & Sullivan formen vier Megatrends die Märkte für die Chemie-, Werkstoff- und Lebensmittelindustrie im Jahr 2012 (Bild: Frost & Sullivan)

Umweltfreundliche Produkte wie Biokunststoffe, eine hohe Nachfrage nach innovativen Produkten sowie eine Konsolidierung innerhalb der Branche beherrschen die Industrie für Chemie und Materialien in ganz Europa, während Gewichtsreduktion sowie Herz- und Verdauungsgesundheit die Bereiche mit dem höchsten Wachstum im Nahrungsmittel- und Getränkemarkt darstellen.

„Die vier Megatrends Gesundheit und Wellness, Funktionalität und Leistung, eine kohlenstoffarme Wirtschaft sowie eine Globalisierung der Märkte definieren die Entwicklungen im Bereich Chemie, Materialien und Lebensmittel,“ erläutert Frost & Sullivan Research Director Leonidas Dokos. „Nahrungsmittel, Transport und Mobilität sowie die Bauindustrie bleiben die Märkte im Mittelpunkt der Entwicklungen für 2012, auch im Hinblick auf zunehmendes Wachstum generiert durch die aufstrebenden Wirtschaften.“

China, Brasilien und Russland stellen laut Angaben des Beratungsunternehmens die wichtigsten Regionen für Bau- und Stromversorgungsunternehmen dar, während für Transportunternehmen der Fokus auf China, Indien und Brasilien liegt. Besonders in Indien wird der Bedarf an Chemieerzeugnissen aufgrund des massiven Anwachsens von Verbraucherindustrien wie der Automobilproduktion ansteigen. Chinas Entwicklung umweltfreundlicher Technologien wird grosse Investitionen im Chemiebereich mit sich bringen, die sich sogar bei Technologien wie Elektrofahrzeugen bemerkbar machen werden.

Der westeuropäische Markt bleibt jedoch die wichtigste Region für Hersteller, die sich in der EU befinden. Nordamerika und Osteuropa stellen die nächsten Regionen dar, während Russland beträchtiche Möglichkeiten in verschiedenen Sektoren bietet, vor allem im Baugewerbe, der Wasseraufbereitung, dem Transport sowie persönlicher Schutzausrüstung.

Lateinamerika wird zur Drehscheibe für Bioethanol, welches von Brasilien weiterhin in die Nachbarländer exportiert wird. Steigen wird auch der Fokus auf Öl- und Gasförderung mit Umstrukturierungen in den staatlichen petrochemischen Unternehmen. Laut Prognose wird insbesondere Brasilien zu einem Hauptversorgungszentrum für biobasierte Rohstoffe werden als auch der Bau- und Konstruktions-Hotspot bis 2016 sein aufgrund der bevorstehenden Fussbal- Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016.

Zulieferer der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie konzentrieren sich auf die aufkommenden Märkte China, Indien und Brasilien, während Europa das Zentrum bei Backzutaten darstellt und auch bleiben wird.

Eine angestrebte Konsolidierung im Bereich Chemie und Materialien bleibt weiterhin einer der Höhepunkte der letzten Jahre, aber die Zahl von Geschäftsabschlüssen wird aufgrund nicht vorhandener Finanzierungsmittel sinken. In diesem Jahr werden wir jedoch den Erwerb eines der 100 weltweit größten Chemieunternehmen in Europa erleben. Als allgemeine Prognose für alle Segmente lässt sich zusammenfassen, dass die andauernde Schuldenkrise in der Eurozone und die hohe Staatsverschuldung der USA eine schnelle makroökonomische Erholung der Märkte und das Mass an verfügbaren Investitionen untergraben.

Weblink zum Thema

Eine umfassendere Präsentation von Frost & Sullivan zu den aktuellen Trends der Industrien für Chemie, Materialien und Lebensmittel in englischer Sprache ist abrufbar auf Slideshare.

(dw)

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