Kontaminationsfreie Produktlinie für Laktose

Für die Extraportion Sicherheit

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01.09.2016 Es sind im Grunde stets dieselben Fragen, die im Bereich des innerbetrieblichen Rohstofftransports und speziell in der Schüttguttechnik aufkommen: Wie können wir unsere Produkte schonend und sicher in den Prozess einbringen beziehungsweise austragen?

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Containment ist nicht nur exklusiv für Betreiber wichtig, die toxische Produkte handhaben. Auch Kreuzkontaminationen können eine Gefahrenquelle darstellen.
  • Im Fallbeispiel eines Herstellers von Laktose wollte der Betreiber Big-bags staubfrei entleeren, das Schüttgut weiterverarbeiten und anschließend wieder sicher und effizient verpacken.
  • Die gefundene Schüttgut-Lösung erfüllt neben GMP auch Anforderungen an den Ex-Schutz.
Für die Extraportion Sicherheit

Laktose ist kein Gefahrstoff. Trotzdem setzt der Hersteller auf Containment – um Querkontaminationen zu verhindern.(Bild: © vchalup Fotolia)

Wie lässt sich ein reibungsloser Transport zwischen den einzelnen Verarbeitungsschritten realisieren? Wie kann das Personal unterschiedliche Gebindetypen wie Big-bags, Fässer, Container oder Säcke sicher und effizient handhaben? Wie ist es möglich, Rohstoffe staubfrei und unvermischt zu transportieren? Diese Fragen gilt es sowohl bei Neuprojekten, aber auch bei bestehenden Anlagen immer wieder von neuem zu klären. Die steigenden Anforderungen in der Pharma-, Chemie- und Nahrungsmittelindustrie stellen mittlerweile auch beim Transport von unbedenklichen Stoffen eine immer größere Herausforderung dar. Es gilt unter anderem, Kreuzkontaminationen zu vermeiden und die Sortenreinheit von Produkten zu gewährleisten. Genau diese industriellen Entwicklungen sind der größte Innovationstreiber.

Produktion für alle Branchen
Das umfangreiche Projekt eines deutschen Herstellers von Rohstoffen für die Pharma-, Chemie-, und Lebensmittelbranche umfasste sowohl Systeme für die Schüttgutverarbeitung (geschlossenes automatisches Befüllen und (Teil-) Entleeren von Big-bags, Siebung, Probenahme, Endlosliner-Befüllung) als auch die Endabfüllung der Produkte unter hohen Containment Anforderungen. Im Rahmen einer Produktionserweiterung zur Produktion von Laktose für Chemie- und Pharma-Anwendungen war Hecht als Generalunternehmer für die gesamte Umsetzung vom Engineering über Montage, Qualifizierung bis hin zur Inbetriebnahme verantwortlich. Unter anderem lauteten die Hauptvoraussetzungen des Kunden wie folgt:

  • Prozess im Hygienic Design
  • Vermeiden von Produktkontamination
  • Vermeiden von Kontamination der Produktionsanlage
    Für die Extraportion Sicherheit

    Aufbau der Anlage des Laktose-Herstellers. (Bild: Hecht)

  • Nasses Reinigen der Produktionsanlage
  • Trocknen der Produktionsanlage
  • Containment Prozess zum Schutz des Produkts.

Befüllen der Big-bags
Während des ersten Prozessschrittes wurde die Laktose zum Weiterverarbeiten in Big-bags abgefüllt. Diese haben sich bewährt für das Anliefern von Rohstoffen, aber auch beim Lagern und dem Abtransport der Fertig- beziehungsweise Zwischenprodukte. Kritisch ist das Befüllen und Entleeren der Bags: Bei einem manuellen Ankoppeln des Big-bag können Stäube in die Umgebung, oder Keime in das Produkt gelangen. Abhilfe schaffte im Fallbeispiel eine geringfügige Modifikation, mit der der Betreiber seine Big-bags automatisch und geschlossen Umfüllen kann. Hierzu kam ein Solivalve Aktiv-Passiv-Doppelkegelsystem zum Einsatz, mit denen es möglich ist speziell entwickelte Big-bags mit im Boden und Deckel integrierten Passivventilen sicher und automatisch am Solivalve Hubkegelsystem an- und abzudocken. Nach dem Andocken öffnet der Kegel der Armatur den Big-bag und bläst diesen anschließend mit gereinigter Luft auf um ihn für das Befüllen mit Laktose in Form zu bringen.

Heftausgabe: September 2016
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Über den Autor

Verena Schmid, Marketing & Sales, Hecht

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