Maßgeschneidert, oder von der Stange?

Gea stellt Hygienepumpen-Programm neu auf

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21.06.2017 Hygieneprozesspumpen sind gefragt: Nicht nur in der Pharmazie sondern auch in Lebensmittel- und Getränkeprozessen steigen die Anforderungen, und auch die Feinchemie setzt die gut zu reinigenden Edelstahlpumpen ein.

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Entscheider-Facts für Betreiber und Planer

  • Gea hat sein Hygienepumpen-Portfolio neu aufgestellt. Neben der standardisierten Palette an einstufigen, normal- und selbstansaugenden Kreiselpumpen, die dem Tuchenhagen-Programm entstammen, zielt das flexible Varipump-Programm auf individuelle Anpassung an die Anwendung ab.
  • Mit der Konsolidierung des Pumpenportfolios will der Hersteller einerseits die Kosten reduzieren, andererseits kürzere Lieferzeiten erreichen.

Gea hat nach der Hilge-Übernahme von Grundfos sein Hygienepumpen-Portfolio neu aufgestellt.
„Smart oder Flexibel?“ lautet künftig die Frage, die Auswahlentscheider beim Blick in das Gea-Produktportfolio für sich beantworten müssen: „Smart“ bezeichnet dabei eine klar definierte und in hohem Maß standardisierte Palette an einstufigen, normal- und selbstansaugenden Kreiselpumpen, die dem Tuchenhagen-Programm entstammen, sowie eine mehrstufige Kreiselpumpe (Durietta) aus dem Hilge-Sortiment. Deutlich größer ist die Auswahl im flexiblen Varipump-Programm, das auf individuelle Anpassung an die Anwendung abzielt. Dort sind neben ein- und mehrstufigen Kreiselpumpen auch Verdrängerpumpen (Gea Hilge Novalobe) zu finden. Und dort gibt es mit der Konsolidierung der Hygia-Baureihen auch die größten Veränderungen.

F&B Hygia und Euro-Hygia zusammengelegt

„Wir haben nach der Zusammenlegung von Tuchenhagen und Hilge sehr schnell erkannt, dass es bei den einstufigen Kreiselpumpen große Überlappungen im Programm gibt“, erläutert Produktmanager Martin Zickler. In der Folge wurden deshalb die Baureihen Euro-Hygia und die Lebensmittel- und Getränkepumpe F&B-Hygia in der neuen Hygia-Baureihe zusammengelegt. Die EHEDG-zertifizierte Pumpe kann für den Betrieb in verschiedenen Produktionsprozessen optimert und an spezielle Kundenanforderungen angepasst werden. Ab Werk ist sie in zwei Baugrößen erhältlich.
Im Gegensatz zur früheren Baureihe, bei der eine kurze Baulänge erreicht wurde, indem ein speziell dafür gefertigter Blockmotor zum Einsatz kam, können nun Norm-Motoren (IEC oder Nema) eingesetzt werden. Dafür wurde die Laterne in drei Teilen konzipiert, so dass verschiedene Anschlussstücke und Lochbilder für den Motor-Anschluss verwendet werden können. Bei den Hilge-Pumpen kommt nun eine Motorhaube aus Edelstahl zum Einsatz, die nicht nur als Spritzschutz fungiert, sondern auch mechanischen Belastungen stand hält. Optional sind eine stabile Quenchdichtung sowie ein Entleerungsventil verfügbar.

Kosten reduziert und Lieferzeit optimiert

In den Kreiselpumpen setzt der Hersteller gekapselte Gleitringdichtungen ein, die für Wartungs- und Reparaturzwecke einfach ausgetauscht werden können. Die Laufräder der Hygia gibt es als halboffene oder geschlossene Ausführung sowie in einer Freistrom-Variante, bei der standardisierten TP-Reihe lediglich halboffen.
Mit der Konsolidierung des Pumpenportfolios will der Hersteller einerseits die Kosten reduzieren, andererseits kürzere Lieferzeiten erreichen. Gerade bei der Smartpump-Reihe soll ein hoher Standardisierungsgrad auch bei hohen Hygieneanforderungen für eine einfache Konfiguration, niedrige Preise und kurze Lieferzeiten sorgen. Auch die Pumpen dieser Reihe erfüllen die Anforderungen der EHEDG, der FDA und des Qualified Hygienic Design (QHD).

(Bild: Gea)

Die Baureihen Euro-Hygia und die Lebensmittel- und Getränkepumpe F&B-Hygia in der neuen Hygia-Baureihe zusammengelegt. (Bild: Gea)

Hygienic Design der Gea Hilge Hygia-Pumpe mit gekapselter Gleitringdichtung. (Bild: Gea)

Hygienic Design der Gea Hilge Hygia-Pumpe mit gekapselter Gleitringdichtung. (Bild: Gea)

Heftausgabe: Juni 2017
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Armin Scheuermann ist Chefredakteur von Pharma+Food

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