Quartalszahlen

Gerresheimer: Glasverpackungen stabilisieren Ergebnis

13.04.2018 Verpackungsspezialist Gerresheimer konnte im 1. Quartal 2018 wie geplant beim währungsbereinigten Umsatz stabil gegen-über Vorjahr und beim währungsbereinigten Adjusted Ebitda unter Vorjahreswert abschließen. Die Aktionäre können sich über Effekte der US-Steuerreform freuen.

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Gerresheimer mit Umsatz und Gewinnsteigerung in 2015

Primärverpackungen aus Glas haben Gerresheimer ein gutes erstes Quartal beschert. (Bild: Gerresheimer)

„Das erste Quartal ist erwartungsgemäß verlaufen. Besonders hervorheben möchte ich den Sprung beim bereinigten Ergebnis je Aktie, der im Wesentlichen durch die Auswirkungen der US-Steuerreform einmalig in diesem Quartal entsteht. Davon werden auch unsere Aktionäre bei der Dividende im nächsten Jahr profitieren. Und um unsere regionale Expansion weiter voranzutreiben, haben wir entschieden, unser indisches Tochterunternehmen für pharmazeutische Kunststoffverpackungen komplett zu übernehmen und die verbleibenden 25 Prozent zu kaufen“, kommentiert Rainer Beaujean, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand bei Gerresheimer.

Leichtes organisches Umsatzwachstum

Im 1. Quartal 2018 konnte der Konzern den währungsbereinigten Umsatz von 298 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 299,2 Mio. Euro steigern. Damit ist der Umsatz organisch, das heißt bereinigt um Währungseffekte und um Akquisitionen sowie Desinvestitionen, um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal angestiegen. Die Umsätze mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen waren im Quartal wie geplant rückläufig.

Der Verkauf von medizinischen Kunststoffsystemen entwickelte sich hingegen gut: Gerade das Inhalatorprojekt in Nordamerika entwickelt sich positiv und konnte die geringere Nachfrage mit anderen medizinischen Kunststoffsystemen mit einigen Kunden, bei denen wir Alleinlieferant sind, überkompensieren.

Die Umsätze mit pharmazeutischen Kunststoffverpackungen in Brasilien und Indien zogen deutlich an. Unter anderem aufgrund der stark ausgeprägten Grippesaison war auch die Nachfrage nach Kunststofffläschchen für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA recht hoch. Die Umsätze mit Primärverpackungen aus Glas waren in Nordamerika hingegen weiterhin rückläufig. Die relativ hohe Zurückhaltung einiger Pharma-Großkunden hält dort weiter an und verbessert sich nur langsam. Die gute Umsatzentwicklung mit Primärverpackungen aus Glas in allen anderen Regionen konnte dies allerdings vollständig kompensieren, insbesondere getragen durch gute Umsätze mit Kosmetikglas in Europa und mit Pharmaglas in China. Im Wesentlichen bedingt durch die Entwicklung des US-Dollar-Kurses ist der berichtete Umsatz im gleichen Zeitraum von 302,8 Mio. auf 290,4 Mio. Euro gesunken.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2018 geht Gerresheimer weiterhin von folgenden Erwartungen aus:

  • Für den Umsatz erwartet Gerresheimer eine Bandbreite, deren unteres Ende der Ist-Wert des Geschäftsjahres 2017 bildet. Am oberen Ende erwartet das Unternehmen einen währungsbereinigten Umsatz von bis zu rund 1,4 Mrd. Euro.
  • Für das währungsbereinigte Adjusted Ebitda rechnet Gerresheimer mit einer Bandbreite von 305 Mio. bis 315 Mio. Euro.
  • Investitionen will das Unternehmen 2018 in Höhe von rund 8 Prozent des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen tätigen.
  • Langfristig strebt das Unternehmen ein GX Roce von rund 15 Prozent an.
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