Streng nach Vorschrift

GMP bei der Produktion von lebensmittelechten Schläuchen

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

19.03.2012 Insbesondere wenn man an die Produktion von Lebensmitteln denkt, ist einer der zentralsten und wichtigsten Begriffe die Hygiene. Lebensmittelverarbeitende Betriebe treffen eine Vielzahl von Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen, um während des kompletten Produktionsprozesses eine qualitativ gute und hygienisch einwandfreie Verarbeitung ihrer Erzeugnisse zu gewährleisten.

Anzeige

Entscheider-Facts Für Anwender

  • Die Produktion von Lebensmittelschläuchen unterliegt der EU-Richtlinie 2023/2006/EC, als GMP bekannt.
  • Ein gutes Qualitätsmanagement und eine strukturierte Herstellungskette stellen die Produktqualität nach der GMP-Richtlinie sicher.
  • Verwendet werden nur für den Lebensmittelbereich zugelassene Rohstoffe.
  • Sämtliche Produktionsanlagen für Food-Schläuche sind mit speziellen, nur für die Food-Produktion vorgesehenen Produkten, Behältnissen, Hilfs- und Messmitteln ausgestattet.

Die ersten Schritte zu einer einwandfreien Herstellung von Nahrungsmitteln beginnen jedoch schon zu einem viel früheren Zeitpunkt als im lebensmittelverarbeitenden Betrieb selbst. Während der gesamten Herstellungskette müssen die Lebensmittel, deren Verpackungen und alle Bedarfsgüter strengen Kontrollen unterzogen werden. Kein Gebrauchsgegenstand, der in Berührung mit dem Lebensmittel kommt, darf Verunreinigungen oder Qualitätseinbußen des Nahrungsmittels verursachen. Dies hat zur Folge, dass schon die Produktion sämtlicher Bedarfsgüter nach bestimmten Richtlinien zur Qualitätssicherheit erfolgen muss.

GMP-Richtlinien müssen eingehalten werden

Die EU-Richtlinie 2023/2006/EC GMP, auch „good manufacturing practice“ genannt, befasst sich genau mit dieser Thematik. Die GMP-Richtlinie wird zu deutsch „gute Herstellungspraxis“ genannt. Diese legt fest, dass alle Produkte und Rohstoffe bestimmten Kontrollmechanismen unterliegen, die sicherstellen sollen, dass keinerlei gesundheitsgefährdende oder lebensmittelverändernde Stoffe abgegeben werden. So soll verhindert werden, dass eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit, eine Veränderung der Lebensmittelzusammensetzung oder eine Beeinträchtigung der organoleptischen Eigenschaften von Lebensmitteln entsteht.

Auch lebensmitteltaugliche Produkte von Schlauchherstellern unterliegen dieser Verordnung. Das Unternehmen hat sich auf die weltweite und effektive Entwicklung und Herstellung anspruchsvoller Verbindungs- und Schlauchsysteme aus innovativen High-tech-Kunststoffen spezialisiert. Insbesondere die Herstellung der Schläuche für den Lebensmittelbereich unterliegt einer besonderen Sorgfalt. Diese qualitativ hochwertigen Spiralschläuche mit fest eingegossener Edelstahl-Spirale müssen nach ganz besonderen Leitlinien produziert werden, um den strengen Anforderungen zur Verarbeitung von Lebensmitteln gerecht zu werden. Ein gutes Qualitätsmanagement und eine strukturierte Herstellungskette stellen die Produktqualität nach der GMP-Richtlinie sicher. Als erster Schritt steht die Verwendung speziell für den Lebensmittelbereich zugelassener Rohstoffe. Der Schlauchhersteller verwendet dabei ausschließlich unbedenkliche Rohstoffe, die für den Kontakt mit Lebensmitteln offiziell zugelassen sind. Eine enge Zusammenarbeit mit den Rohstofflieferanten, mit Rohstoffherstellern und mit anerkannten Fachleuten ist in diesem Bereich unerlässlich, um die höchstmögliche Qualität der Food-Schläuche zu gewährleisten. Jede Warenanlieferung wird einer Kontrolle unterzogen, um genau zu überprüfen, dass es sich bei den angelieferten Gütern um lebensmitteltaugliche Rohstoffe handelt. So werden Verwechslungen von vornherein ausgeschlossen. Während sämtlicher Produktions- und Handhabungsschritte gehören die Maßgaben der GMP zur täglichen Arbeit der Mitarbeiter.

Spezielle Produktionsanlagen verhindern Vermischungen

Sämtliche Produktionsanlagen für Food-Schläuche sind mit speziellen, nur für die Food-Produktion vorgesehenen Produkten, Behältnissen, Hilfs- und Messmitteln ausgestattet. Auf diesen Anlagen werden ausschließlich Schläuche für die Lebensmittelindustrie gefertigt. So wird verhindert, dass sich Reste von dem zuvor verwendeten, nicht lebensmittelkonformen Material, mit den lebensmitteltauglichen Materialien vermischen. Markierungen und Warnhinweise rund um die Produktionsanlagen sowie Bodenmarkierungen kennzeichnen, gut leserlich, welche Geräte und Werkzeuge ausschließlich für die Produktion der Food-Schläuche verwendet werden dürfen. Die Mitarbeiterhygiene ist ein zentraler Punkt der GMP, um eine Keimbelastung auszuschließen. Schulungen und die Sensibilisierung der Mitarbeiter sowie die regelmäßige Reinigung aller Arbeitsflächen, Behältnisse und Gebrauchsgegenstände gewährleistet die qualitativ einwandfreie Produktion. Hierbei wird besonders auf die Verwendung lebensmitteltauglicher Reinigungsmittel geachtet, um sicher zu gehen, dass sämtliche Oberflächen, die mit lebensmitteltauglichen Produkten in Berührung kommen, frei von Benetzungen und Gefahrstoffen sind. Arbeits- und Betriebsanweisungen beschreiben detailliert sämtliche Schritte, die bei der Produktion der Food-Schläuche einzuhalten sind; sie sind für jeden Mitarbeiter der Produktion einsehbar und einzuhalten.

Auch bei der anschließenden Verpackung der fertigen Produkte wird besonderer Wert auf die Hygiene gelegt. Die Schläuche werden durch einen Aufdruck als Food-Schlauch gekennzeichnet, um auch hier auszuschließen, dass an irgendeiner Stelle im Versandablauf Verwechselungen entstehen können. Gut und sicher verpackt werden die Schläuche dann an den Kunden verschickt.

GMP spielt in der Lebensmittelindustrie eine große und wichtige Rolle. Dies war nur eines von vielen Beispielen, wie diese Richtlinie in Produktionsabläufen eines Unternehmens eingebunden und umgesetzt werden kann, um dem Endverbraucher einen unbedenklichen Genuss beim Verzehr sämtlicher Nahrungsmittel zu gewährleisten.

Anuga FoodTec 2012
Halle 7.1 – C 048

 

Heftausgabe: März 2012
Anzeige
Diana Cordova, Marketing Masterflex

Über den Autor

Diana Cordova, Marketing Masterflex
Loader-Icon