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Großinvestition: Boehringer errichtet Anlage für halbe Milliarde Euro

04.01.2016 Boehringer Ingelheim investiert in die biopharmazeutische Produktion am Standort Wien: Das forschende Pharmaunternehmen will dort eine großtechnische biopharmazeutische Produktionsanlage für Wirkstoffe, die mit Hilfe von Zellkulturen entstehen, errichten. Dafür investiert das Unternehmen rund eine halbe Milliarde Euro.

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Mit der Investition verbessert das Unternehmen laut Professor Dr. Andreas Barner die Liefersicherheit biopharmazeutischer Produkte (Bild: Boehringer Ingelheim)

„Dies ist eine Entscheidung für den Pharmastandort Europa“, erklärt Professor Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim. „Im Rahmen der Investitionsentscheidung haben wir verschiedene internationale Optionen eingehend geprüft, auch im Blick auf das Forschungsumfeld an möglichen Standorten. Den Ausschlag für Wien gab letztlich, dass die Belieferung mit biopharmazeutischen Produkten durch einen weiteren unabhängigen Standort zusätzlich abgesichert wird und eine Risiko-Balancierung vorgenommen werden kann.“

In Wien produziert Boehringer Ingelheim bislang pharmazeutische Wirkstoffe unter Einsatz von Mikroorganismen, in den nächsten Jahren will das Unternehmen zusätzlich Zellkulturtechnologie dorthin transferieren. Am Standort Biberach betreibt der Konzern bereits seit vielen Jahren erfolgreich zwei großtechnische Anlagen zur Markteinführung und Herstellung von Biopharmazeutika auf Basis von Zellkulturen. Biberach bleibt der größte europäische Zellkultur- und globaler Launch-Standort von Boehringer Ingelheim.

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