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Grünenthal will Empresas Andrómaco in Chile erwerben

11.09.2013 Der deutsche Pharmahersteller Grünenthal, Aachen, hat mit zwei Großaktionären des chilenischen Pharmaunternehmens Laboratorios Andrómaco, Santiago de Chile, Vereinbarungen getroffen, um eine Due Diligence-Prüfung bei dem chilenischen Unternehmen durchzuführen. Danach soll die mehrheitliche Übernahme erfolgen.

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Der deutsche Pharmahersteller Grünenthal will nach einer erfolgreichen Due Diligence-Prüfung das chilenische Pharmaunternehmen Empresas Andrómaco übernehmen (Bild: Birgit Reitz-Hofmann-Fotolia)

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Due Diligence-Prüfung beabsichtigt Grünenthal, ein öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien des chilenischen Unternehmens abzugeben. Der Abschluss der Transaktion wird bis Jahresende 2013 erwartet. Sergio Weinstein, einer der beiden Hauptaktionäre, will Minderheitsaktionär des Unternehmens bleiben und einen wesentlichen Teil seiner Aktien behalten.

Empresas Andrómaco zählt zu den fünf größten Unternehmen auf dem chilenischen Pharmamarkt mit ausgeprägten Produktions-, Marketing- und Distributionsnetzwerken für Medikamente, biologische Präparate, Nahrungsergänzungsmittel und spezialisierte medizintechnische Produkte. Außer bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist Empresas Andrómaco auf dem Gebiet der Generika sowie dem rezeptfreien und institutionellen Markt aktiv. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Santiago de Chile und generierte im Jahr 2012 einen Umsatz von rund 200 Mio. US-Dollar sowie ein Ebitda von 36 Mio. US-Dollar. Die Gruppe verfügt über Produktionsanlagen in Chile und Kolumbien und hat insgesamt rund 1.500 Mitarbeiter. Grünenthal plant im Rahmen des Angebots 330 chilenische Pesos (etwa 0,49 Euro) je Aktie für Empresas Andrómaco zu zahlen.

Oscar Ferenczi, Grünenthals Executive Vice President für Lateinamerika, kommentiert die geplante Akquisition von des chilenischen Pharmaherstellers so: „Wir sehen deutlich, dass wir sowohl in Bezug auf die geografische Präsenz als auch die adressierten Therapiegebiete strategisch gut zusammen passen. … Zusammen könnten wir weiteres Wachstumspotenzial in Lateinamerika realisieren, nicht nur durch Marketing und Distribution der eigenen Produkte, sondern auch als starker regionaler Lizenz-Partner.“

Grünenthal ist seit 1968 in Lateinamerika aktiv und strebt dort eine führende Rolle als Pharmaanbieter an. Das Unternehmen verfügt über Tochtergesellschaften in Brasilien, Chile, Kolumbien, Ekuador, Mexiko, Panama, Peru und Venezuela sowie Vertriebspartneraktivitäten in Zentralamerika und der Karibik. In Lateinamerika erzielte Grünenthal im Jahr 2012 einen Umsatz von 194 Mio. Euro (knapp 20 % des Gesamtumsatzes) und beschäftigte dort mehr als 800 Mitarbeiter.

(dw)

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