Neues CIP/SIP-fähiges Hochdruck-Membranventil

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16.02.2009 Automatische Reinigungssysteme (CIP/SIP) erfreuen sich in der Prozessindustrie einer steigenden Beliebtheit. Doch insbesondere die Dampfsterilisation stellt hohe Anforderungen an die eingesetzten Komponenten, da es hier zu Dampf-Druckschlägen kommen kann. Aber auch als Folge von Kapazitätserhöhungen in bestehenden Anlagen können höhere Drücke notwendig werden.

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Klassische Membranventile sind hier oft überfordert: Denn prinzipbedingt müssen deren Elastomermembranen dünnwandig und flexibel sein. Um dem Mediendruck Stand zu halten, werden üblicherweise Gelstützen eingesetzt, die jedoch das Risiko einer Kontamination des Mediums im Falle eines Risses in der Membran in sich tragen. Alternativ dazu eingesetzte Kugelhähne halten zwar den Drücken stand, sind in Bezug auf ihre Reinigungseigenschaften aber kritisch zu bewerten.

Um die Aspekte Reinigungseigenschaften und Druckbeständigkeit zu kombinieren, wurde bei dem neuen Hochdruck-Membranventil ein anderer konstruktiver Ansatz gewählt. Der Vollmembrankörper hat nur eine Membrandichtstelle. Die mechanische Membranstütze kommt ohne Gel aus und verhindert dadurch eine Kontamination des Mediums im Falle einer Leckage. Dabei ist die Stütze so gestaltet, dass sie das Ventil in jeder Öffnungsposition unterstützt. Der Spindelantrieb begrenzt den Ventilhub durch Endlagenanschläge und ermöglicht ein sanftes Öffnen und Schließen.
Die Geometrie der Membran ist so gestaltet, dass keine Strömungsschatten auftreten. Die Armatur ist für Drücke bis mehr als PN 16 geeignet und nach den Richtlinien des Hygienic Design gestaltet. Sie ist vollständig entleerbar und kann inklusive Zu- und Ablauf leicht gereinigt werden. Das Ventil eignet sich sowohl für flüssige als auch für hochviskose bzw. pastöse Medien. Die Dichtstoffe sind FDA-konform und entsprechen USP Class 6. Eine Leckagebohrung im Ventilkörper dient der Dichtigkeitskontrolle. [AS]

Heftausgabe: Februar-März 2009
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Scheuermann
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