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Herma will das Geschäft mit Etikettiermaschinen bis 2020 verdoppeln

12.02.2014 Herma in Filderstadt, ein Hersteller von Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen, will seinen Umsatz mit Etikettierern und Etikettieranlagen - bislang der kleinste Geschäftsbereich - bis zum Jahr 2020 auf 55 Mio. Euro verdoppeln. Das Unternehmen will dazu auch kräftig investieren.

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Herma will das Geschäft mit Etikettiermaschinen bis 2020 verdoppeln

Nach den Worten von Martin Kühl, Leiter des Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen bei Herma, entscheidet über den künftigen Erfolg nicht mehr allein die Produktexzellenz, sondern immer mehr auch die Fertigungsexzellenz (Bild: Herma)

Ein boomender Internet-Handel mit logistischen Herausforderungen, neue EU-Vorschriften zur Produktverfolgung wie etwa bei Medikamenten und eine robuste internationale Nachfrage nach modernster Kennzeichnungsstechnik vor allem auch in den aufstrebenden Schwellenländern: Etikettierer und Etikettieranlagen sind dabei zunehmend gefragt – hat das Unternehmen festgestellt.

Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen seinen Umsatz mit Etikettiermaschinen nun verdoppeln. Allein dieser Geschäftsbereich – bislang mit Abstand der kleinste – soll dann rund 55 Mio. Euro zum Gruppenumsatz beitragen. „Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Aber wir wollen dafür in den nächsten zwei, drei Jahren in Deizisau, dem Fertigungsstandort der Etikettiermaschinen, auch kräftig investieren“, sagt Geschäftsführer Sven Schneller. Das betreffe dann zum Beispiel den Ausbau der Fertigungsfläche, aber auch die Neustrukturierung ganzer Fertigungsabläufe.

Martin Kühl, Leiter des Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen, ergänzt, dass über den künftigen Erfolg „nicht mehr allein die Produktexzellenz“ entscheide, vor allem im internationalen Geschäft. Mindestens ebenso wichtig seien inzwischen Prozess- und Fertigungsexzellenz, vor allem in Verbindung mit stark wachsenden Stückzahlen. Die neue Fertigung solle branchenweit einen neuen Standard im Bereich Effizienz setzen.

„Um unser Ziel zu erreichen, wollen wir über unser eigenes Spezialgebiet hinausschauen und tiefgehendes Wissen um die Produkttechnologie weiter anreichern“, sagt Kühl weiter. „Als schlank aufgestellter Mittelständler haben wir vorher intensiv recherchiert, wer von außen am besten branchenübergreifende Kompetenz und sehr praxisnahes, sofort anwendbares Know-how beisteuern kann.“ Deshalb hat das Unternehmen schon 2013 Spezialisten der Managementberatung Porsche Consulting beauftragt, den Geschäftsbereich bei der Optimierung der Fertigungsprozesse zu unterstützen, zum Beispiel mit der Einführung einer Fließmontage. „Nach Abschluss der ersten Projekte sind wir positiv überrascht von den schnellen, spürbaren Erfolgen mit Porsche Consulting.

Die nächsten Meilensteine haben wir schon ins Visier genommen“, sagt Kühl. Die messbaren Resultate kommen nicht von ungefähr, bestätigt Till Friedrich, Partner bei Porsche Consulting: „Die Herma-Mitarbeiter verfügen über umfassendes Produkt-Knowhow. Und sie sind hochmotiviert, gemeinsam mit unseren praxiserfahrenen Beratern die Prozessabläufe noch besser zu organisieren.“

Die Unternehmensgruppe Herma erzielte im Geschäftsjahr 2012 in den drei Geschäftsbereichen Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen mit 840 Mitarbeitern einen Umsatz von 245,6 Mio. Euro, bei über 55 % Exportanteil.

(dw)

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