Automatisierung im Blick

Hersteller von Augentropfen automatisiert seinen Verpackungsprozess

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17.04.2015 Da bleibt kein Auge trocken: Das auf sterile Fertigung spezialisierte Unternehmen Excelvision mit Sitz in Annonay, Frankreich, beliefert zahlreiche Pharmaunternehmen mit Augentropfen in Kunststoffampullen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Ein pharmazeutischer Lohnhersteller wollte sein Werk um eine automatisierte Verpackungslinie erweitern und damit seine Produktionskapazitäten verfünffachen.
  • In Kooperation mit einem Schweizer Unternehmen für Verpackungstechnologie fand der Betreiber eine Lösung, die die für seine Wachstumspläne nötige Flexibilität ermöglicht.
  • Durch den hohen Automatisierungsgrad muss das Unternehmen nun auch deutlich weniger Personal für das Bedienen der Linie abstellen und kann seinen Mitarbeitern anspruchsvollere Aufgaben übertragen.

Um die Produktionskapazitäten zu erhöhen und damit das Geschäft in der Auftragsfertigung auszubauen, wandte sich der Betreiber bezüglich der Installation einer vollständig automatisierten Verpackungslinie an Bosch Packaging Systems mit Sitz in Beringen, Schweiz. Mit einer deutlich höheren Ausbringung strebte der Pharmaproduzent eine Steigerung seiner Produktion um das nahezu Fünffache an. Zusätzlich sollte die Verpackungslinie mehr Flexibilität ermöglichen, um die individuellen Kunden-Anforderungen erfüllen zu können.

Wachstum im Blick
Der Lohnhersteller produziert Ampullenkarten, die aus jeweils fünf Blow-Fill-Seal-Einwegampullen bestehen, in großen Stückzahlen. Da das Unternehmen eine Reihe verschiedener Produktformen und -konfigurationen für seine Kunden produziert, stand es im Hinblick auf das schnelle Verpacken der unterschiedlichen Produkte vor einer erheblichen logistischen Herausforderung: Vor der Zusammenarbeit mit dem Entwickler von Verpackungstechnologie verwendete der Hersteller für das Verpacken der Ampullenkarten jeweils einzelne vertikale Schlauchbeutelmaschinen. Dafür musste das Bedienpersonal die Ampullenkarten dem System jedoch manuell zuführen. Die maximale Produktionskapazität betrug bei diesem Verfahren lediglich 60 Karten/min – nicht ausreichend, um mit der aktuellen Nachfrage Schritt halten oder die geplante Geschäftserweiterung realisieren zu können. Philippe Pensuet, Leiter Engineering und EHS von Excelvision, erinnert sich: „Unsere Abläufe waren nicht flexibel genug, um auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren zu können. Und die Neugewinnung von Aufträgen nahm zu viel Zeit und Aufwand in Anspruch.“ Die Anschaffung von Aufbewahrungstrays für die jeweiligen Produktformate wäre zu kostspielig gewesen. Die nun realisierte Komplettlösung hingegen ermöglichte es dem Unternehmen, einen einheitlichen Tray-Typ für alle Produktformate zu verwenden. Die Verpackungslinie bot die nötige Flexibilität, um die Ampullenkarten zu trennen und für jeden Kunden vorgabengetreu zu verpacken. „Im Hinblick auf die steigende Nachfrage von Einzeldosisverpackungen ermöglicht uns die neue Linie unsere Produktion zukünftig noch flexibler zu variieren“, erklärt Pensuet.

Heftausgabe: Mai 2015
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Michael Haas, Produkt Manager, Bosch Packaging Systems

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Michael Haas, Produkt Manager, Bosch Packaging Systems
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