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Herstellung von Brausetabletten

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27.05.2015 Brausetabletten sind im Trend: Sie finden als Darreichungsform von Generika und Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) im amerikanischen Markt in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch und zeichnen sich durch enormes jährliches Wachstum in ihrer Verbreitung aus.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Zur Herstellung von Brausetabletten und Nahrungsergänzungsmitteln werden die Hilfsstoffe (Trägerstoffe) und Wirkstoffe mithilfe von automatischen Einwaagen und Zuführsystemen auf Granulierprozesse gebracht.
  • Daran anschließend können die granulierten Produkte einem weiteren Mischprozess unterzogen werden. Die homogen gemischte Charge wird dann einem Tablettierprozess unterzogen und anschließend in entsprechende Röhrchen verpackt oder in einzeln verschweißte Beutelchen (Sachets).
  • Als Schlüsselrohstoffe werden Hilfsstoffe sowie Wirkstoffe, Vitamine, Mineralien und Antioxidantien gehandelt.

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte zur erhöhten Versorgung des menschlichen Stoffwechsels mit bestimmten Nähr- oder Wirkstoffen im Grenzbereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln.

Automatisches Containersystem für die Herstellung von NEM und Vitaminpräparaten
Die Anlieferung der Rohmaterialien erfolgt in Form von Säcken und Fässern. Bevor diese in den eigentlichen Herstellungsprozess gelangen, werden sie auf ein schräges Förderband gestellt und durchlaufen kontinuierlich eine geschlossene Reinigungskabine. Dort werden die Gebinde durch Abblasen und Absaugen gereinigt und verlassen danach vollautomatisch in sauberem, staubfreiem Zustand die Reinigungsanlage.

Zum staubarmen Einschütten von Säcken und Fässern stehen Einfülltrichterstationen zur Verfügung. Sobald der Deckel des Einfülltrichters endschalterüberwacht geöffnet wird, startet eine Aspiration, die eine leichte Luftströmung nach innen verursacht. Schwebestäube werden dadurch weg vom Bediener zu einer zentralen Aspiration abgesaugt. Da sowohl Fässer als auch Säcke abwechselnd aufgegeben werden, wird bei der Fassaufgabe durch ein Zusatzmodul das Handling wesentlich erleichtert.

Beschicken von Transport- und Lagerbehältern
Nachdem die Produkte aus Fässern bzw. Säcken in die Einfülltrichter eingefüllt sind, werden die Rohstoffe einem Klumpenbrecher in Kombination mit einer Siebmühle zugeführt. Durch die hohe Hygroskopie der Produkte sind diese im Anlieferungszustand oft stark verklumpt. Daher ist das Zerkleinern mithilfe des Klumpenbrechers und das anschließende Mahlen mit der Siebmühle unbedingt nötig, um die für den anschließenden Prozess definierte maximale Korngröße zu erreichen. Danach werden die Produkte über ein Ablaufrohr mit Andockeinheit in Lager- und Transportbehälter, sogenannte Batchtainer, eingefüllt. Diese stehen dabei auf einer Bodenwaage, durch die die eingefüllte Menge erfasst und auf dem Transponder am Battchtainer abgespeichert wird.

Heftausgabe: Juni 2015
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Walter Sonntag, freier Fachjournalist

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Walter Sonntag, freier Fachjournalist
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