Kein Partikel ist zuviel

Hexal Produktionsstandort setzt auf hohe Effizienz von Schnelllauftoren

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22.06.2012 Reinräume erfordern ein Höchstmaß an technischer Ausstattung. Denn schon ein einziger Partikel ist zuviel. Alles muss passen, von der Planung der Räume über die Ausführung bis hin zur Wartung. Das Anforderungsprofil an die Qualität von Reinräumen und der Reinraumkomponenten erhöhen sich ständig. Bei Toren ist eine extrem hohe Dichtigkeit erforderlich.

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Entscheider-Facts Für Anwender

  • Die Schnelllauftore bei Hexal sind in Bereichen der Feststoffproduktion und -entwicklung sowie der Produktion wirkstoffhaltiger Pflaster eingesetzt.
  • Bei einem Ausfall der Tore würde sich die Filterbelastung beträchtlich erhöhen und damit auch der finanzielle Aufwand für die störungsfreie Umsetzung modernster Produktionsverfahren.
  • Die Schnelllauf-Rolltore für den Reinraumbereich erreichen aufgrund ihrer geschlossenen Behangführung sehr hohe Werte in der Dichtigkeit.
  • Die Tore vom Typ EFA-SRT-CR entsprechen allen gängigen Anforderungen an Ausrüstungskomponenten für Reinräume.

Mit rund 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie sechs Niederlassungen in der Bundesrepublik ist Hexal eines der größten deutschen Pharmaunternehmen. Hexal bekennt sich nachdrücklich zum heimischen Standort. 1986 gegründet ist das Unternehmen führender Anbieter kostengünstiger und qualitativ hochwertiger Generika auf Basis von über 300 bewährten Wirkstoffen. Mit seiner breiten Produktpalette ist Hexal in allen großen Therapiegebieten vertreten. Die Schwerpunkte liegen auf Herz-Kreislauf-Medikamenten, Schmerztherapeutika und Magen-Darm-Präparaten.

Hexal hatte sich entschieden, Reinraumtore im Holzkirchener Werk einzubauen. „Das erste Tor dieses Herstellers wurde bei uns im Jahr 2003 eingesetzt“, berichtet Julia Gigl, Projektleiterin in der Versorgungstechnik des Pharmaunternehmens. „Tore dieser Qualität konnten andere Hersteller zu dieser Zeit nicht liefern.“ Aufgrund der guten Erfahrungen, die die Versorgungstechnik mit diesem Tor sammelte, wurden alle anderen Tore später durch diese Tore ersetzt. Andere Tore wurden dort neu eingebaut, wo die Flure sehr lang waren und eine Unterteilung sinnvoll war. Etwa 85.000 Öffnungszyklen müssen die EFA-SRT-CR pro Jahr absolvieren. Die Tore sind in Bereichen der Feststoffproduktion und -entwicklung sowie der Produktion wirkstoffhaltiger Pflaster eingesetzt. „Die Tore dürfen bei uns nicht ausfallen“, erklärt Julia Gigl. „Würde ein Tor den Dienst versagen, kann im offenen Zustand nicht weiter produziert werden. Für eine absolut saubere Produktion brauchen wir die Druckdifferenzen zwischen Reinraum und Vorraum.“

Tore schützen vor Produktionsausfall
Bereits kleinste Verunreinigungen in der Raumluft können zu teuren Verlusten in der Produktion der Pharmaindustrie führen. „In unseren Reinräumen und den Schleusen davor muss immer ein konstanter Raumdruck herrschen. Innerhalb von 15 min darf der Druckverlust nicht größer als 1 mbar/min sein“, erläutert die Projektleiterin. Wäre das nicht der Fall, würden beim Öffnen der Tore jedes Mal große Mengen von mikrofeinen Schmutzpartikeln in den Reinraum eindringen. Die Filterbelastung würde sich dadurch beträchtlich erhöhen und damit auch der finanzielle Aufwand für die störungsfreie Umsetzung modernster Produktionsverfahren.

Um das zu verhindern, müssen die Tore zu den kontrollierten Fertigungszonen und ihren Schleusen dicht sein. Die Schnelllauf-Rolltore für den Reinraumbereich erreichen aufgrund ihrer geschlossenen Behangführung sehr hohe Werte in der Dichtigkeit. Druckgradienten im Bereich um 15 Pa bewirken einen Luftverlust von unter 10 m³/h bei einer Torgröße von 2.300 x 2.350 mm. Die Tore vom Typ EFA-SRT-CR entsprechen allen Anforderungen an Ausrüstungskomponenten für Reinräume.

Als Projektleiterin legt Julia Gigl größten Wert auf die tadellose Funktion der Tore. Sie müssen neben ihren sehr guten Laufeigenschaften auch sauber und gut zu reinigen sein. Die leistungsfähigen und luftdichten Schnelllauf- Rolltore haben eine glatte Oberflächenstruktur und keine überstehenden Kanten. So können sich auf den Oberflächen keine Schmutzpartikel absetzen. Die Zargen- und Behangverkleidungen sind in montage- und wartungsfreundlicher Cliptechnik ausgeführt. Optik, Haptik und Technik profitieren bemerkenswert von dem weitgehenden Verzicht auf herkömmliche Schraubverbindungen.

 

ACHEMA 2012 Halle 3.0 – D24

Heftausgabe: Juni 2012
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Christopher Seysen,  Geschäftsführer Efaflex

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Christopher Seysen, Geschäftsführer Efaflex
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