Rundum geschlossen

High Containment in der Tablettierung

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

29.05.2015 Von Antibiotika über Hormone bis Zytostatika - Tabletten enthalten immer häufiger hochaktive Wirkstoffe. Diese Entwicklung stellt höchste Anforderungen an den Tablettierprozess.

Anzeige

Entscheider-Facts für Betreiber

  • Um Bedienpersonal und Produkte bei der Produktion hochaktiver Wirkstoffe zu schützen, sind zunehmend geschlossene High Containment-Systeme gefordert.
  • Entscheidend ist, dass High Containment-Lösungen in den gesamten Prozessablauf integriert und nicht nur auf isolierte Maschinen konzentriert sind.
  • High Containment-Tablettenpressen (OEB Level 5) müssen über ein durchgehendes Kontaminationssystem mit integriertem Prozess Equipment verfügen.

Um in der Produktion die erforderlichen Sicherheitsstandards für das Bedienpersonal und die Produkte zu gewährleisten, sind zunehmend geschlossene High Containment-Systeme gefordert. Wie Pharma-
produzenten hochwirksame Substanzen sicher und effizient verpressen, zeigen Einblicke in das High Containment bei Fette Compacting.

In der Pharmaentwicklung wächst kein anderes Segment so schnell wie HPAPIs (High Potency Active Pharmaceutical Ingredients). Derzeit ist bereits jeder vierte in Entwicklung befindliche Wirkstoff hochpotent. Trendforscher von Transparency Market Research gehen davon aus, dass der globale Markt für hochwirksame Arzneistoffe bis 2018 jährlich um durchschnittlich 9,9 Prozent wachsen wird – der Marktwert des Segments soll 2018 bei 13 Mrd. Euro liegen. Zudem laufen zahlreiche Patente für Arzneimittel mit hochpotenten Stoffen aus, sodass auch Generikahersteller ihr Investment in HPAPIs steigern werden.

Zahlreiche der neu entwickelten hochaktiven Substanzen lassen sich mit Hilfsstoffen, darunter speziellen Polymeren, in Pulvern oder Granulaten binden und zu Tabletten verarbeiten. Nach der Einnahme geben die Formulierungen die Wirkstoffe im Körper dosiergenau frei. Ein häufiges Beispiel für hochpotente Bestandteile in Tabletten sind Zytostatika: Die toxischen Substanzen wirken gezielt auf das Zellwachstum und kommen vor allem bei der Chemotherapie von Krebserkrankungen zum Einsatz. Andere Beispiele sind L-Thyroxin-Tabletten – ein Hormon zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion – , Digitoxin-Tabletten – ein Glykosid zur Behandlung einer Herzinsuffizienz -, Xanax-Tabletten (Benzodiazepin zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen sowie Panikstörungen) und diverse Hormonpräparate.

Heftausgabe: Juni 2015
Seite:
Anzeige

Über den Autor

Jörg Gierds, Leitung Produktmanagement, Fette Compacting
Loader-Icon