Vorläufige Geschäftszahlen

Hurrikan Maria bläst Sartorius ins Geschäft

17.10.2017 Der Sartorius-Konzern musste aufgrund des Hurrikans „Maria“ in Puerto Rico Produktionsausfälle verkraften. Das ist jedoch nur einer der Effekte, die die Sparte Bioprocess Solutions des Laborausrüsters bremsen – das Unternehmen passt seine Jahresprognose an.

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Gegenwind für Sartorius: Hurrikan Maria und Lieferengpässe bei Partnern machen der Sparte Bioprocess Solutions das Geschäft schwer. (Bild: Sartorius)

Zwar ist die Produktion im vom Hurrikan verwüsteten Inselstaat Puerto Rico mittlerweile wieder angelaufen. Das Unternehmen verzeichnete jedoch außerdem eine geringere Nachfrage, da einige Kunden Vorräte abbauen. Hinzu kämen Lieferengpässe eines Partners, welche die Geschäftsentwicklung bei Zellkulturmedien „länger als erwartet“ belasten. Aus diesem Grund laufen die Geschäfte der Sparte Bioprocess Solutions schwächer als erwartet. Die Sparte Lab Products & Services entwickelte sich unterdessen positiv.

Dennoch passte die Unternehmensleitung ihre Prognose für 2017 an. In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 hat der Konzern nach vorläufigen Zahlen einen wechselkursbereinigten Umsatzzuwachs von 8,6% auf etwa 1,04 Mrd. Euro (nominal 8,1%) sowie eine underlying EBITDA-Marge von 24,8% (9M 2016: 25,0%) erzielt. Aufgrund der Wachstumsdynamik der Sparte Bioprocess Solutions erwartet der Konzern für das Gesamtjahr 2017 nunmehr eine wechselkursbereinigte Steigerung des Umsatzes von etwa 9 %. Der bisher anvisierte Wert betrug etwa 12 bis 16 %. Die underlying EBITDA-Marge soll etwa auf Höhe des Vorjahreswerts von rund 25,0% liegen, zuvor hatte das Unternehmen noch rund einen halben Prozentpunkt mehr erwartet. Seine mittelfristigen Ziele belässt das Unternehmen unverändert. Die offiziellen Ergebnisse der ersten neun Monate 2017 veröffentlicht Sartorius am 25. Oktober 2017.

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