Komponenten gegen Verunreinigungen

Hygienische Glanzleistung

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22.08.2017 Der Werkstoff macht den Unterschied: Mit dem Einsatz von Edelstahlkomponenten nach Hygienic Design sind hygienesensible Branchen wie die Getränke- und Lebensmittelherstellung oder Medizin-, Chemie- und Pharmaindustrie hinsichtlich der Einhaltung erforderlicher Hygienestandards zweifelsfrei einen großen Schritt vorangekommen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • In hygienesensiblen Fertigungsbereichen können Verunreinigungen und Keimbildung existentielle Folgen für das Unternehmen nach sich ziehen. Im Rahmen maschineller Reinigungsprozesse hat sich daher der konsequente Einsatz spezieller Maschinenkomponenten nach Hygienic Design durchgesetzt.
  • Das Ziel, hygienisch optimale Ergebnisse bei gleichzeitig reduziertem Zeitaufwand zu erreichen, ist damit allerdings noch nicht realisiert. Erst ein spezielles, von Freudenberg Sealing Technologies in Kooperation mit Novonox entwickeltes Schraub- und Dichtungssystem begegnet auch Restrisiken nachhaltig.
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Die Komponenten unterstützen einen effizienten Anlagenbetrieb.

Die Komponenten verfügen über Eigenschaften, die Schmutz und Keimen während der maschinellen Fertigungs- oder Reinigungsverfahren kaum Angriffsfläche bieten. Strenge Hygieneanforderungen gemäß der Maschinenbaurichtlinie lassen sich so leichter umsetzen.

Dichtungstechnik aus einem Guss

Eine besonders hohe Edelstahlgüte und glattpolierte Oberflächen mit einer Rautiefe von weniger als 0,8 µm ermöglichen es, dass Produktreste oder Reinigungsmittel nicht anhaften. Edelstahlkomponenten nach Hygienic Design sind frei von Kerben und Ausbrüchen, Vertiefungen und Toträumen und begegnen so gefährlichen Ablagerungen und Anhaftungen von Schmutz und Biofilmen. Aufgrund leichterer Reinigungsprozesse sind die gewonnenen Zeitersparnisse für betroffene Unternehmen zudem erheblich. Alle positiven Merkmale können jedoch nicht über Restrisiken hinwegtäuschen, die bestehen bleiben. Trotz Einsatz von Schraubsystemen nach Hygienic Design ist es nicht möglich, in jedem Fall ein einwandfreies Hygieneergebnis zu erzielen. Dreh- und Angelpunkt verbleibender Risiken sind beispielsweise Störeinflüsse, die sich dann ergeben, wenn Personal bestimmte Maschinenbauteile an Anlagen öffnen muss, um von Hand zu reinigen. Die dann zu erwartenden hygienerelevanten Einflüsse können immens sein.

Hygiene gemäß EHEDG

Genau dieser Problematik hat sich Novonox gewidmet: Neuartige Dicht- und Unterlegscheiben nach Hygienic Usit von Freudenberg mit speziell abgestimmten Schraubsystemen von Novonox bilden eine Dichtungs- und Verbindungstechnik aus einem Guss. Glatte, hochglanzpolierte Oberflächen und totraumfreie Rundungen und Schrägen, an denen nichts anhaften oder keimen kann, führen zu einem hohen Maß an Sicherheit. „Die zum Einsatz kommenden Edelstahlkomponenten nach Hygienic Usit tragen maßgeblich dazu bei, die gemäß CE-Erklärung dokumentierte Anlagensicherheit im Anlagetrieb einzuhalten“, erläutert Novonox-Geschäftsbereichsleiter Jürgen Leuze. „Im Rahmen des ordnungsgemäßen Einsatzes sichern die Komponenten somit höchste Hygieneansprüche und entsprechen vollumfänglich den Anforderungen gemäß EHEDG.“

Unwägbarkeiten beim Reinigen

Wie sich der Einsatz solcher Komponenten in der Praxis bewährt, lässt sich am Beispiel eines großen Lebensmittelherstellers aus dem süddeutschen Raum anschaulich erläutern: Im Mittelpunkt des Projekts stand das Reinigungsprozedere nach Schichtende und die damit verbundenen vielfältigen Problematiken im Hygienebereich. Der für die Reinigung eingesetzte, externe Dienstleister wird hier mit Anlagen konfrontiert, die aufgrund starker Verkrustungen durch angetrocknete Milch, Molke und anderweitige Produktreste mittels Einsatz hochaktiver Reinigungsmittel behandelt werden müssen. Nur so lassen sich die hartnäckigen Anhaftungen lösen. Schwer zugängliche Stellen muss das Personal zudem zeitaufwendig von Hand bearbeiten, was kostenintensiv zu Buche schlägt. Nach einer bestimmten Einwirkzeit der Reinigungsmittel muss die Anlage „abgeduscht“ werden, um sowohl Lebensmittelreste als auch Reinigungsmittel gründlich zu entfernen. Dabei bilden sich an einer Vielzahl von Stellen kleine „Seen“, die nicht alle selbsttätig ablaufen oder verdunsten und die das Reinigungsteam daher per Hand mit Tüchern und Lappen abtrocknen muss. Nur so lässt sich sicherstellen, dass beim nächsten Produktionsintervall kein Restwasser in die Produkte gelangt. Der Einsatz von Lappen in hygienesensiblen Bereichen birgt jedoch Tücken. So können sich etwa Fasern unter dem Schraubenkopf verfangen und ausgerissen werden. Wird dies nicht bemerkt, wirken die feinen Fäden während der nächsten Produktion wie ein Schwamm und saugen die zu verarbeitende Milch auf. Ein fatales Unterfangen, denn die so aufgenommenen Restflüssigkeitsmengen lassen sich bei der Endreinigung nicht einfach aus den Fasern lösen.

Heftausgabe: August 2017
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Über den Autor

Ursula Pidun, freie Journalistin für Novonox
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