Markt

IBM-Studie zu neuen Informationstechnologien für Pharmaunternehmen

14.05.2004

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IBM prognostiziert der Pharmaindustrie Wachstumschancen durch den Einsatz neuer Schlüsseltechnologien. Der Branchenbericht „Pharma 2010: Silicon Reality“ von IBM Business Consulting Services (BCS) nennt sieben Informationstechnologien, mit deren Hilfe Pharmaunternehmen in den kommenden zehn Jahren ihre Entwicklungskosten reduzieren, ihre Vorlaufzeiten für neue Medikamente verkürzen und ihren Shareholder Value steigern können.


Die Analysten gehen davon aus, dass die Entwicklungskosten für ein Medikament bis zur Markteinführung auf durchschnittlich rund 200 Mio. US-Dollar reduziert werden können. Das entspreche einem Viertel der derzeitigen Durchschnittskosten. Einsparungen ergeben sich auch bei den Vorlaufzeiten: Diese können dem Bericht zufolge von durchschnittlich 12 bis 14 Jahren auf drei bis fünf Jahre sinken. Außerdem lassen sich die Therapieerfolge von der ersten Humandosis bis zur Markteinführung ebenso verbessern wie die Qualität bei den Entwicklungs- und Herstellungsprozessen.


Die sieben Schlüsseltechnologien sind:


1. Petaflop und Grid Computing bringen der Branche Rechnerleistung in bislang unerreichtem Umfang.


2. Prädiktive Biosimulation umfasst den Einsatz hochmoderner Computermodelle, mit denen ein Biosystem simuliert werden kann.


3. Pervasive Computing – kleine tragbare Geräte, mobile Telekommunikationsanwendungen und drahtlose Technologien werden die Medikamentenentwicklung und die Realisierung von Projekten im Gesundheitssektor verändern.


4. Radio Frequency Identification (RFID) Tags ermöglichen die Identifikation physischer Objekte an jedem beliebigen Punkt im Herstellungs- und Vertriebsprozess.


5. Hochmoderne neue Speicher-Server, virtuelle Speichernetze und Content-Management-Systeme werden es der Pharmabranche ermöglichen, die riesige Menge anfallender Daten zu verwalten und den strikten Vorgaben der amerikanischen Behörde FDA (Food and Drug Administration), der Wertpapier- und Börsenaufsicht sowie anderer Regulierungsbehörden besser und schneller nachzukommen.


6. Prozessanalytische Technologie (PAT) erlaubt es den Unternehmen, ihre Fertigungsprozesse laufend und automatisch in Echtzeit zu überwachen.


7. Web Mining und erweiterte Textanalyseverfahren nutzen intelligente Algorithmen, um alle im Internet vorhandenen digitalen Informationen unmittelbar bei deren Verfügbarkeit zu sichten.

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