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Industriearmaturen-Hersteller steigern Umsatz 2013 um drei Prozent

18.02.2014 Die deutschen Hersteller von Industriearmaturen haben ihren Umsatz im Jahr 2013 um mehr als 3 % gesteigert. Der Auslandsumsatz beziehungsweise Export legte dabei um knapp 8 % auf 3,2 Mrd. Euro zu. Für 2014 erwartet der Verband ein Gesamt-Umsatzwachstum von nominal 3 %.

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Der Verband hat jedoch keine absoluten Zahlen für den Gesamtumsatz der Branche oder die Exportquote genannt. Die stabilisierte Situation im Euro-Raum konnte sich allerdings im Europageschäft noch nicht durchsetzen, der Umsatz verlor hier um 2 % und der Auftragseingang schloss auf Vorjahresniveau. Der Inlandsumsatz der Branche zeichnete sich bereits Mitte des Jahres leicht rückläufig ab und konnte im Jahresverlauf nicht aufholen. Das verhaltene Chemiegeschäft und die tiefgreifenden Veränderungen, die auf die Unternehmen in der Energie- und Wasserwirtschaft zukommen, sorgten in Deutschland für erschwerte ökonomische Rahmenbedingungen. Der Umsatz im Inland war um 1,5 % rückläufig.

Den deutlichsten Umsatzuwachs erreichten die Hersteller von Sicherheits- und Überwachungsarmaturen mit +5 %. Bei Absperrarmaturen konnten die Branche um 4 % zulegen und auch der Bereich der Regelarmaturen verbuchte zum Jahresende ein Plus, wenn auch nur 1 %.

Entwicklung in den Auslandmärkten
Auch 2013 war China der wichtigste Exportmarkt für die deutschen Hersteller. Der Export summierte sich auf 469 Mio. Euro und legte damit um 22,8 % zu (Januar bis November 2013). Die weitreichenden Reformen im Land konnten dem Wirtschaftswachstum ein solideres Fundament geben. Positive Impulse kamen insbesondere aus der Chemie- und Energiebranche. Der chinesische Staat investiert weiterhin massiv in den Ausbau und die Erzeugung von Atomstrom. Auch der noch junge Trend zu mehr Qualität unter Erhöhung der Effizienz bestimmt die Nachfrage nach hochwertigen Maschinen und Komponenten aus Deutschland.

Der US-Markt nahm mit 7,5 % ein ansehnliches Stück des 3,2 Mrd. Euro großen Exportkuchens auf und festigte damit seine Position auf Platz 2 der Abnehmerländer. Insgesamt musste der Export der deutschen Industriearmaturenbranche in die USA aber Einbußen in Höhe von 8 % hinnehmen. Zwar hatte sich die konjunkturelle Stimmung in den Vereinigten Staaten im Laufe des vergangenen Jahres aufgehellt, spurlos konnten die Einschnitte der Staatsausgaben und der Anstieg der Steuerlast zu Beginn 2013 aber nicht an der Wirtschaftsleistung vorbeigehen.

Russland belegte Platz 3 der wichtigsten Exportmärkte der Branche. Der Absatz von Industriearmaturen auf dem russischen Markt sank von Januar bis November 2013 um 5 % und spiegelte damit die nicht einfache Marktlage. Bis Ende Juni hielt der Staat Großausschreibungen fast komplett zurück. Damit blieben 70 % aller Investitionen eingefroren. Hinzu kam der Preisrückgang bei wichtigen Rohstoffen wie Öl, Gas oder Nickel, der den Exporterlösen empfindlich zusetzte.

Perspektive für 2014
Die deutschen Industriearmaturenhersteller sind weltweit der viertgrößte Exporteur. Das Exportgeschäft wird weiterhin Wachstumsmotor der Branche bleiben, aber unter veränderten Vorzeichen: die Märkte in den BRIC-Staaten werden langsamer wachsen. China hat das Wachstumstempo verlangsamt, Indien, das bis 2012 noch zu den wichtigsten Abnehmerländern für deutsche Industriearmaturen zählte, ist nun nicht mehr auf der Liste der TOP 10-Abnehmerländer. Dafür ist mit einem langsamen aber kontinuierlichen Wachstum der USA zu rechnen.
Und nachdem Stabilitätsmechanismen im Euroraum greifen und in den Schuldenländern die Reformen wirken, stehen auch die Chancen für das Geschäft in Europa gut.

Positive Impulse erwartet der Fachverband auch durch eine Belebung des Binnengeschäfts. Die deutsche Konjunktur nahm im 2. Halbjahr 2013 deutlich an Fahrt auf und es herrscht ein Nachholbedarf an Investitionen. „Während wir in den Bereichen des Kraftwerksbaus und der Kern- und Nukleartechnik weiterhin mit Rückgängen rechnen müssen, stehen die Zeichen gut für eine Belebung des Geschäfts in den Branchen (Petro-)Chemie, Öl- und Gasgewinnung und Nahrungsmittelindustrie“, kommentierte Wolfgang Burchard, der Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Armaturen.

Vor diesem Hintergrund rechnet der Fachverband für das Jahr 2014 mit einem neuerlichen Wachstum der Industriearmaturenbranche von nominal 3 %, vorausgesetzt dass sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern

(dw)

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