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Industriepark Höchst beging Festakt zum 150-jährigen Jubiläum

16.05.2013 Der Festakt als einer der Höhepunkte im 150. Jubiläumsjahr des Industrieparks Höchst brachte den mehr als 180 geladenen Gästen die Kombination von Geschichte, Gegenwart und Zukunft auf besonders anschauliche Weise nahe. Es steht unter dem Motto „150 Jahre Menschen. Standort. Werte.“

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Zum Festakt im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums des Standorts Höchst begrüßten die Vertreter der Standort-Unternehmen den hessischen Finanzminister Thomas Schäfer den Frankfurter Wirtschaftsdezernenten Markus Frank (Bild: Infraserv Höchst)

Vom Fototermin mit historischen Figuren aus der Industriepark-Geschichte und dem festlichen Ambiente in der über 100 Jahre alten „Färberei“, in der die Veranstaltung stattfand, über Live-Schaltungen in einige Produktionsbetriebe des Standortes bis hin zu dem Ausblick, den Dr. Hariolf Kottmann, CEO von Clariant International als Festredner gab und der feierlichen Enthüllung der „Zukunfts-Wand“ gab es viele Elemente, die deutlich machten: Der Industriepark Höchst ist nicht zuletzt aufgrund seiner langen, erfolgreichen Tradition ein Industriestandort voller Zukunftsperspektiven und Dynamik.

Innovationskraft als Stärke des Standortes
Die Erfolgsgeschichte des Industrieparks Höchst basiert auch auf der Fähigkeit, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen. „Die chemische Industrie hat sich immer wieder neu erfinden müssen, um die Folgen des Fortschritts bewerkstelligen zu können, den sie selbst maßgeblich mit bewirkt hat“, sagte Kottmann in seiner Festrede. Die Innovationskraft war und ist daher eine wesentliche Stärke des Standortes. So wurde bereits im Gründungsjahr der „Theerfarbenfabrik Meister Lucius & Co.“ die Konzession für ein Forschungslabor beantragt, und bis heute investieren die Standortgesellschaften beachtliche Summen in die Bereiche Forschung und Entwicklung.

Großer Beitrag zur industriellen Wertschöpfung der Region
Der Erfolg des Standortes begründet sich nach den Worten von Kottmann nicht zuletzt auf Persönlichkeiten, von denen die Entwicklung mit wissenschaftlicher Expertise, unternehmerischem Weitblick und sozialer Kompetenz gesteuert wurde. Auch die ausgezeichnete Infrastruktur und die geographische Lage tragen seit jeher wesentlich zur Attraktivität des Industrieparks bei. Kottmann sprach auch von einer „Wertschätzung, die über das Finanzielle hinausgeht“, und erwähnte in diesem Zusammenhang den intensiven Dialog des Standortes mit den Nachbarn und das vielfältige Engagement im Umfeld.

Mit dem Blick auf die stolzen Investitionszahlen der letzten zwölf Jahre, in denen die Unternehmen rund 5,5 Milliarden Euro am Standort investierten, verdeutlichte Kottmann den großen Beitrag des Industrieparks für die industrielle Wertschöpfung der Region. „Der Industriepark Höchst hat trotz der zum Teil dramatischen Veränderungen sein Wertschöpfungspotenzial kontinuierlich ausbauen können, was in erster Linie den hier und im Umfeld tätigen Menschen zu danken ist“, sagte er.

„Hessen ist stolz auf diesen Standort“
Für den hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer ist der Industriepark Höchst ein Paradebeispiel dafür, wie sich ein erfolgreicher Standort immer wieder aufs Neue an Marktanforderungen und geänderte Rahmenbedingungen anpasst. „Hessen ist stolz auf diesen Standort, der zu den führenden Forschungs- und Produktionsstandorten der Chemie- und Pharmaindustrie in Europa gehört“, sagte Schäfer.

Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, betonte, dass die wirtschaftliche Entwicklung von Höchst in den letzten 150 Jahren ein wichtiger Faktor dafür gewesen sei, dass sich die Stadt Frankfurt am Main heute als erfolgreiche und internationale Metropole präsentiert. „Die chemisch-pharmazeutische Industrie trägt auch heute ganz wesentlich zur wirtschaftlichen Identität der Stadt bei.“

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie (IG BCE), nannte den Industriepark Höchst eine „erstklassige Adresse der Weltchemie“. Er hob die Bedeutung gut ausgebildeter Mitarbeiter für den Erfolg der Industriepark-Unternehmen hervor und dankte den Firmen für ihr Engagement bei der Qualifizierung junger Menschen.

Live-Schaltungen in Labore und Produktionsanlagen
Neben der Vergangenheit und der Zukunft des Industrieparks spielte auch die Gegenwart eine wichtige Rolle. Durch Einspielfilme und Live-Schaltungen konnten die Besucher einen Blick in die Messwarte eines Produktionsbetriebes von Lyondellbasell werfen, in dem Kunststoffe für viele Alltagsanwendungen hergestellt werden. Auch in den Sunett-Betrieb von Nutrinova, dem Lebensmittelzusatzgeschäft von Celanese, wurde live geschaltet – hier wird Süßstoff produziert. Bei einem Blick in einen Produktionsbetrieb von Kuraray, erfuhren die Gäste, wie dort technische Kunststoffe hergestellt werden.

Auch die „Dampfmacher“ des Industrieparks waren live zu sehen: Die Mitarbeiter des Kraftwerks von Infraserv Höchst sorgen dafür, dass den produzierenden Unternehmen im Industriepark ausreichend Prozessdampf und Energie zur Verfügung steht. Dass die Energieerzeugung dabei besonders effizient und somit auch umweltfreundlich erfolgt, weil natürliche Ressourcen wie fossile Brennstoffe sehr sorgsam eingesetzt werden, gehört zu den Vorzügen des Industriepark-Konzeptes.

Zu sehen waren auch kurze Filmeinspieler, unter anderem von der Baustelle der neuen Membranelektrolyse von Akzonobel, die in eine hochmoderne neue Produktionsanlage für eine nachhaltige Zukunft investiert, oder aus der Abfüllanlage von Bayer Cropscience, die im Industriepark Pflanzenschutzmittel zur Unterstützung einer nachhaltigen, modernen Landwirtschaft entwickelt und produziert.
Das größte Unternehmen am Standort ist das Gesundheitsunternehmen Sanofi, das mit rund 7.000 Mitarbeitern im Industriepark Höchst Forschung, Entwicklung und Produktion betreibt und unter anderem die Insulin-Produktion sowie die Herstellung der Insulin-Pens am Standort konzentriert hat.

150 Plätze für junge „Industriepark-Forscher“
Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Industrieparks? Alle Besucher der von Kristin Otto moderierten Veranstaltung hatten Gelegenheit, sich mit ihren Wünschen für den Standort an einer Zukunftswand zu verewigen. Und weil die Zukunft des Industrieparks ganz wesentlich von künftigen Forschergenerationen abhängig ist, war auch eine Aktion für den Nachwuchs Bestandteil des Festaktes: Die Standortbetreibergesellschaft Infraserv Höchst stellt stellvertretend für alle Unternehmen im Industriepark Höchst das Budget für das Programm „Junge Industriepark-Forscher“ zur Verfügung, bei dem Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren die faszinierende Welt der Naturwissenschaften kennenlernen können. Die Zahl der Teilnehmerplätze im 150jährigen Jubiläumsjahr: Natürlich 150. Ein weiterer Baustein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Industrieparks Höchst.

Über den Industriepark Höchst
Der Industriepark Höchst ist Standort für rund 90 Unternehmen aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Basis- und Spezialitäten-Chemie, Pflanzenschutz, Lebensmittelzusatzstoffe und Dienstleistungen. Rund 22.000 Menschen arbeiten im Industriepark. Das Gelände ist 460 Hektar groß; davon sind noch 50 Hektar frei für Ansiedlungen. Die Unternehmen im Industriepark investierten im Jahr 2011 insgesamt rund 383 Mio. Euro am Standort. Die Summe der Investitionen beträgt seit dem Jahr 2000 etwa 5,5 Mrd. Euro.

Weblink zum Thema
Weitere Informationen über alle weiteren Jubiläumsveranstaltungen, die Geschichte des Standorts und die heute dort amsässigen Unternehmen finden Sie auf der Internetseite http://www.150jahre-menschen-standort-werte.de/.

(dw)

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