Hygienisch eingesackt

Inertisierung von Big-bags für längere Lagerzeiten und Transportwege

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29.03.2016 Von wegen alte Säcke: Big-bags sind zwar schon seit über 40 Jahren in der Industrie bekannt, der Bedarf an den großen und praktischen Schüttgutbehältern ist jedoch ungebrochen.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Widerstandsfähige Inliner mit gasdichten Einfüll- und Auslaufstutzen schützen Produkte im Big-bag vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Luftsauerstoff und Keimen.
  • Durch den Einsatz von FDA-konformen Rohstoffen genügen die Inliner den hygienischen Standards der Lebensmittelindustrie.
  • Die erzielte längere Haltbarkeit und Lagerfähigkeit erschließt weiter entfernte Absatzmärkte für empfindliche Produkte.

Während zu Beginn einfache Schüttgüter wie Sand, Steine und Salze darin verpackt waren, sind die Ansprüche an Big-bags mit den Jahren enorm gestiegen. Hohe Qualität bezüglich der Transportleistung wie Traglast und Sicherheitsfaktor sind unverändert wichtig. Die heutigen, extrem sensiblen Füllgüter der Lebensmittelindustrie bringen zusätzlich die Qualitätsansprüche bei Partikelarmut, Hygiene, Keim- und Bakterienfreiheit in den Fokus. Diese Ansprüche entscheidet niemand am grünen Tisch, sondern sie entwickeln sich anhand der geltenden Anforderungen aus Normen und Gesetzen. Sich ändernde Transportwege und erweiterte Absatzmärkte spielen ebenfalls eine große Rolle.

Säuglingsnahrung sicher auf Reisen
Am Beispiel Milchpulver lässt sich erkennen, wie stark sich die Ansprüche an den Big-bag durch differenzierte Absatzmärkte und Absatzregionen schon bei einem einzigen Produkt unterscheiden können. Bei Milchpulver für Säuglingsnahrung sind die Hygiene-Anforderungen extrem hoch. Um sie zu erfüllen, kommen grundsätzlich Big-bags mit Inliner zum Einsatz. Um das Füllen und Entleeren des Big-bag so effizient wie möglich zu gestalten, wird der Inliner formgeschweißt, den Konturen des umgebenden Big-bag angepasst und erhält sowohl Einfüll- wie auch Auslaufstutzen. Zusätzliches Einnähen oder Einkleben verhindert, dass der Inliner während des Befüllens oder Entleerens verrutscht.

Schon bei der Herstellung der für den Inliner benötigten Folie kommt es auf besondere hygienische Bedingungen an. Deshalb werden nur genau definierte und für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignete Rohstoffe eingesetzt. Alle verwendeten Materialien sind unbedenklich nach 10/2011 EG (PIM) Kunststoffe im Direktkontakt mit Lebensmitteln und FDA 21 CFR 177.1520. Hochwertige Partikelfilter befreien auch die bei der Folienherstellung benötigte Stützluft von Staub und Partikeln. Keime und Bakterien treten bei den hohen Temperaturen der Schmelze, aus der die Folie entsteht, nicht auf. Wichtig ist, dass die Folie im nachfolgenden Prozess, der Herstellung der formgeschweißten Inliner, nicht mehr geöffnet wird. Empac erreicht dies durch Produktion auf modernen automatischen Anlagen. Die innere, das Füllgut berührende Schicht kommt darin nicht mit der Außenwelt in Kontakt.

Heftausgabe: April 2016
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Über den Autor

Norbert Kloppenborg, Verkaufsleitung, Empac
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