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Initiative für grüne Medizinproduktion aus Schweden

19.07.2011 Die schwedische Medical Products Agency (MPA) hat einen Report veröffentlicht, wie Standards zur umweltfreundlichen Produktion von Pharmazie innerhalb der EU geschärft werden können. In den vergangenen Jahren entstand durch die Produktionsverlagerung in Billiglohnländer wie Indien und China ein Interesse an hierdurch verursachte Umweltschäden.  

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Initiative für grüne Medizinproduktion aus Schweden

Eine hohe Anzahl von Ausgangsstoffen und Semi-Produkten der Pharmaindustrie wird heutzutage in Ländern mit geringen Löhnen hergestellt. Viele große Unternehmen der Branche verlagern ihre Produktion mehr und mehr, so dass in diesen Ländern mittlerweile signifikant messbare Emissionen entstehen. Diese schädigen neben Mensch und Tier auch die Umwelt. Charlotte Enger, Umweltdirektorin des MPA, kommentiert: „Wir benutzen Pharmazie als Heilmittel, gleichzeitig verursacht ihre Produktion neue Gefahren für unsere Gesundheit.“ Der nun erschienene Bericht wurde im Zuge eines informellen Treffens der EU-Gesundheitsminister diskutiert. Gefordert ist die Aufnahme von Kontrollmechanismen in die Good Manufacturing Guideline (GMP), die auch Drittländern verbindliche Umweltstandards auferlegen würden. Höchste Priorität hat dabei die Herstellung solcher Pharmaprodukte, deren negativer Effekt schon bekannt ist. Gemeint sind damit Antibiotika, Produkte mit Bestandteilen zur Hormonunterbindung und Substanzen, die eine Gefahr für die Umwelt darstellen und in großen Mengen hergestellt werden.

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