Sicher Proben entnehmen unter Containment

Inline-Probenehmer mit OEB-Level

13.04.2018 Die Schüttgut-Experten von Rembe Kersting haben einen automatisierten Inline-Probenehmer für Containment-Anwendungen entwickelt. Um eine Verschleppungskontamination zu vermeiden, werden sterile Einweg-Probenehmer, sogenannte Disposables, genutzt.

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Entscheider-Facts

  • inline und steril
  • bis 150 ml Probenvolumen
  • für hohe Temperaturen
Rembe kersting 1803pf010_Containment Probenehmer Sampler OEB_Achema2018

Der automatisierte Inline-Probenehmer ist sicher und komfortabel zu bedienen und erhöht dadurch die Effizienz in der Prozessführung. (Bild: Rembe)

Das Probenahme-System besteht aus einem Tassenprobenehmer, der mittels Anschweißflansch direkt an den Prozess adaptiert wird. Durch entsprechende Dichtungen wird verhindert, dass Material zwischen Flansch und Probenehmer entweichen kann. Zur Probenahme fährt die Tasse in das Fallrohr und nimmt Material auf. Fährt die Tasse anschließend zurück, wird sie automatisch gedreht bzw. abgekippt.

Aus dem Probenehmer fällt das Material in eine Probenzwischenkammer. Diese ist über das mit Druckluft betriebene Quetschventil (1) vom Prozess und von der Umgebung getrennt. Über ein Filtersystem, bestehend aus Filter, Drucküberwachung und Quetschventil (2), wird der Druck in der Zwischenkammer dem Umgebungsdruck angeglichen. Währenddessen bleiben die Ventile (1) und (3) geschlossen. Das Filtersystem ist auf die Toxizität des beprobten Stoffes ausgelegt. Damit wird verhindert, dass Partikel in die Umgebung austreten können oder bei Unterdruck in der Zwischenkammer Partikel aus der Umgebung die Probe verunreinigen können. Erst wenn in der Zwischenkammer über ein Filtersystem ein Druckausgleich erfolgt ist, öffnet sich das Ventil (3) am unteren Bereich der Zwischenkammer. Die Probe fällt in einen Endlos-Sammelschlauch. Dieser ist auf die Aufnahme mehrerer Proben ausgelegt. Die einzelnen Abschnitte können mit Hilfe von Klammern oder durch Verschweißen voneinander getrennt werden.

Als zusätzliches Sicherheitssystem neben den Quetschventilen ist ein Druckluftbehälter vorhanden. Dieser sorgt im Falle eines Druckabfalls innerhalb des Prozesses dafür, dass kein Material entweichen kann und die Ventile geschlossen bleiben.

Der Probenehmer ist für ein Probenvolumen bis 150 ml pro Zyklus ausgelegt. In der Hochtemperaturausführung der Tassenprobenahme ist er bis 125 °C und 10 bar Druck einsetzbar. Als Schneckenprobenehmer sind Varianten bis 300 °C möglich.

Achema Halle 11.1 – C74.a

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