Markt

Interview mit Dr. Dominik Loitz, Leiter Packaging & Services, GP Grenzach Produktions GmbH

01.01.1970

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P+F: Im Pharmabereich sind Lohnfertiger bereits eine wichtige Stütze, um Hersteller von Produktionsinvestitionen zu entlasten. Welches sind die Vorteile für OTC-Anbieter? Loitz: OTC ist in sehr viel stärkerem Maße ein Verdrängungswettbewerb als die Pharmabranche. Promotions und Sonderauflagen sind an der Tagesordnung. Das bedeutet schnelle Launches, kurzfristige Größenänderungen, kleinere Auflagen, das Ganze ergänzt um Displays, Sample-Karten, Beileger. Das erfordert ein Maß an Flexibilität, das nur ein externer Zulieferer konzentriert erfüllen kann. Für den Hersteller entfallen damit Investitionen in Produktionsanlagen und Lagerhaltung, zugleich gewinnt er eben die Flexibilität des Partners sowie die Teilhabe an dessen Produktions- und Service-Know-hows. Für die Weiterentwicklung von Produktauftritten im OTC-Geschäft ist das ein absolutes Muss.
P+F: Wie generieren Sie solche Vorteile?
Loitz: Wir betreiben eine kontinuierliche Marktbeobachtung, über die wir Anforderungen des Markts erkennen und in unsere Prozesse einbringen. Ein Beispiel ist das wachsende Marktsegment der Nutritionals, der Nahrungsergänzungsmittel, und eine Renaissance von Multidose-Verpackungen. Wir richten daher unseren Bereich dieser Schüttgut-Verpackungen weiter konsequent auch in Richtung OTC aus.
P+F: Wie sehen Sie die Chancen deutscher Lohnfertiger am globalen Markt? Loitz: Als Full-Service-Anbieter sehr gut. Das Zusammenspiel der Leistungen innerhalb des Full-Service-Pakets muss aber stimmen. Das ist zum einen die besagte Flexibilität und Produktivität. Zum anderen ist das eine hohe Beratungskompetenz sowie eine große Bandbreite an Zusatzleistungen. Entscheidend ist dabei, das alles nicht nur zu können und in seinem Portfolio gelistet zu haben. Auf Basis des Know-hows müssen aktiv eigene Vorschläge eingebracht werden. Nur so stehen die Service-Vorteile der Consumer Healthcare zur Verfügung.

Heftausgabe: Juli 2007
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Lind
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