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Interview mit Rainer Scharf, Geschäftsführer Piab Vakuum in Friedberg

01.01.1970

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P+F: Ihr Unternehmen fordert einen Paradigmenwechsel, weg von der zentralisierten hin zur dezentralen Vakuum-Lösung. Was spricht für Ihren Standpunkt?

Scharf: Die Vorteile dezentraler Systeme liegen auf der Hand. Die wichtigsten sind reduzierter Energieverbrauch, kürzere Reaktionszeiten, schnellere Freigabe des Objekts, kürzere Einschaltzeit der Vakuumpumpe vor dem eigentlichen Vakuumzyklus, höhere Systemzuverlässigkeit, Bedienerfreundlichkeit. Kritik kommt nur von Seiten unserer Wettbewerber. Die Kunden sind zufrieden. Was wichtiger ist, können Sie selbst entscheiden.

P+F: Trotzdem bleiben viele Unternehmen bei herkömmlichen Systemen, warum?

Scharf: Ebenso wie wir unseren Kunden einen wettbewerbsrelevanten Mehrwert bieten wollen, so sind diese bestrebt, ihren Kunden einen handfesten Nutzen zu bieten. Unsere Kunden stellen sich daher frühzeitig auf veränderte Bedürfnisse und Marktbedingungen ein. Entsprechend investieren sie in modernste Maschinen und in die neueste Vakuumtechnik, um stets im Wettbewerb die Nase vorn zu haben. Ziele sind meist ein höherer Output und niedrige Stückkosten. Mit den meisten Kunden gehen wir intensive Know-how-Partnerschaften ein, weil beide Seiten wissen, dass die Zusammenarbeit sie vorwärts bringt.

P+F: Die Umrüstung ist aber auch eine Frage der Kosten?

Scharf: Natürlich ist ein gutes Produkt nicht billig zu haben. Entscheidend ist aber, dass das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt. Einige Hersteller verkaufen ihre Vakuumprodukte günstig, aber mit teuren Service- und Wartungsverträgen. Ich empfehle daher immer, die Gesamtkosten einer Vakuumlösung im Blick zu halten, damit der Kauf später nicht bereut wird. Ein Plus unserer Produkte ist es, dass sie störungsfrei funktionieren, keine Wartungskosten entstehen und keine internen Ressourcen binden.

„Mit der dezentralen Vakuum-Lösung wollen wir unseren Kunden einen wettbewerbsrelevanten Mehrwert bieten“
Rainer Scharf, Geschäftsführer Piab Vakuum, Friedberg

Heftausgabe: November-Dezember 2006
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Lind
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