Vom Großregal ins Kühlregal

Intralogistik für Molkereiprodukte

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09.09.2015 Expandieren und nachhaltig Kosten senken – das ist das Ziel von Tine, einem norwegischen Hersteller von Milchprodukten. Eine Grundlage dafür: hohe Effizienz und Flexibilität bei den logistischen Prozessen.

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Entscheider-Facts für Planer und Betreiber

  • Für die Produkte der norwegischen Molkereigruppe Tine hat der Lagertechnik-Hersteller SSI Schäfer ein temperaturgeführtes Hochregallager realisiert.
  • Mit durchgängig automatisierten Prozessen ermöglicht die Gesamtanlage dem Betrieb Effizienzsteigerungen in Höhe von
    30 %.
  • Mit dem Gesamtprojekt plant die Unternehmensgruppe, pro Jahr bis zu 7 Mio. Euro Kosten einzusparen.

Vor diesem Hintergrund hat die Kooperative, der 15.000 norwegische Milchproduzenten angeschlossen sind, ihre Präsenz an der Südwestküste neu strukturiert und optimiert. In Jæren bei Nærbø, rund 30 km südlich vom norwegischen Stavanger, hat die Unternehmensgruppe ein Produktionswerk errichtet. Inzwischen konzentriert die Molkerei auf dem 25.000 m² großen Areal das Aufkommen von vier Produktionsstätten aus der näheren Umgebung. 200 Mio. l Milch verarbeiten die Mitarbeiter dort pro Jahr zu rund 300 verschiedenen Molkereiprodukten. „Diese gesteigerte Produktivität erfordert intralogistische Prozesse, die auf Zukunftsfähigkeit und Effizienz ausgelegt sind“, erklärt Ingvar Løge, Betriebsleiter der Anlage in Jæren. „Daher haben wir direkt neben dem Produktionswerk ein neues Logistikzentrum erbaut. Seit der Fertigstellung Ende 2012 gewährleistet es einerseits die Sicherung einer durchgängigen Kühlkette von der Anlieferung der Grundstoffe über die Produktion, Lagerung, Reifung, Qualitätskontrolle und Verpackung bis hin zur Auslieferung der Fertigerzeugnisse. Andererseits unterstützt die auf weitgehende Flexibilität ausgelegte Automation der Prozesse die Handhabung der erwarteten Aufkommenssteigerungen durch Produktentwicklungen und die wachsende Nachfrage.“

Den Zuschlag, ein entsprechendes Logistikkonzept zu erstellen und das erforderliche Hochregallager (HRL) samt Fördertechnik zu planen und zu realisieren, erhielt der Lagertechnik-Hersteller SSI Schäfer aus Giebelstadt. Das Unternehmen hat über die vergangenen Jahre Referenzen im Bereich der Frischelogistik sowie das damit verbundene Prozess-Know-how gesammelt. Außerdem führt es ein Produktspektrum, das hinsichtlich Effizienz und Flexibilität optimal auf die Anforderungen der Molkereigruppe zugeschnitten ist.

In der Kühlkette gilt: schnell und direkt
Gerade Molkereiprodukte stellen die Lagerung und Kommissionierung vor besondere Herausforderungen: Neben der Temperaturführung zwischen 2 und 8 °C sind bei den Prozessen unter anderem vergleichsweise kurze Restlaufzeiten bis zum Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums und eine entsprechend hohe Umschlaghäufigkeit von schnelldrehenden Produkten zu beachten. Sie erfordern kurze Zeitspannen für das Abwickeln der Logistikprozesse, einen schnellen Umschlag und direkte Transporte.

Heftausgabe: September 2015
Seite:
Peter Lambrecht, Leiter Projektmanagement bei SSI Schäfer

Über den Autor

Peter Lambrecht, Leiter Projektmanagement bei SSI Schäfer
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