Markt

Italien fordert Schadenersatz von Novartis und Roche

02.06.2014 Das italienische Gesundheitsministerium fordert aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens rund 1,2 Milliarden Euro Schadensersatz von den Schweizer Pharmakonzernen Novartis und Roche. Das Ministerium wirft den Unternehmen laut einer Mitteilung vom 28. Mai 2014 wettbewerbsbehindernde Absprachen im Vertrieb von Augenmedikamenten vor.

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Das italienische Gesundheitsministerium wirft den Unternehmen vor, das günstigere Augenmedikament Avastin im Markt zugunsten des teureren Lucentis zurückgehalten zu haben (Bild: Roche)

Die Konzerne waren bereits im März von den italienischen Kartellbehörden mit einer Strafe von je rund 90 Mio. Euro belegt worden. Nach Ansicht der Kartellwächter haben die Schweizer Unternehmen zusammengearbeitet, um Ärzte dazu zu bringen, anstelle des günstigeren Medikamentes Avastin von Roche das signifikant teurere Mittel Lucentis zu verschreiben. Nach Berechnungen der italienischen Wettbewerbsbehörde hätten die Absprachen das Gesundheitssystem hunderte Mio. Euro gekostet.

Die Unternehmen wiesen die Forderungen in ersten Stellungnahmen laut Nachrichtenagentur Ansa zurück und haben Berufung angekündigt.

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