Vertrauen belohnt

Keg-Komplettlösung erfüllt Wunschvorstellungen der Schönbuch Braumanufaktur

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26.10.2011 Dass beste Bierqualität immer nur dann entstehen kann, wenn sich handwerkliche Braukunst und hervorragende technische Lösungen treffen, ist für Dinkelaker „klare Sache“. Aus diesem Grund fiel erst jüngst die erneute Entscheidung für das neue kompakte Keg-Reinigungs- und -Füllsystem Innokeg Till Combikeg, das speziell für kleine und mittelständische Betriebe  in den Markt gebracht wurde.

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Entscheider-Facts Für Anwender

  • Beim Keg-Reinigungs- und Füllsystem Innokeg Till Combikeg sind Ein- und Auslaufbereich für Kegs direkt nebeneinander bedienerfreundlich angeordnet.
  • Erster zu durchlaufender Prozess für jedes Keg innerhalb des Innokeg Till Combikeg-Prozesses ist die Wasser-Abspritzung des Keg-Fittings im Bereich des Zulauftransporteurs.
  • Mit in die erste Reinigungsstation integriert: ein pulsierendes Spritzen und die Teilanfüllung des Kegs mit Lauge. Während die Außenreinigung stattfindet, kann parallel dazu die Lauge-Weichephase vor sich gehen.
  • Zwar ist die Außenreinigungsstation zwischen zwei Innenreinigungsstationen angesiedelt, dennoch ist höchster hygienischer Standard gewährleistet, da der Außenreiniger mittels Schutztüren von den Innenreinigungsprozessen gezielt getrennt gehalten ist.
  • Die Füllstation arbeitet bei Einsatz modernster DFC (Direct Flow Control)-Fülltechnologie. Das Steuern des Füllvorgangs erfolgt hier durch ein Regelventil am Produktzulauf.

So verfügt das Keg-Reinigungs- und -Füllsystem Innokeg Till Combikeg über Containermaße und ließ sich bestens in den zur Verfügung gestellten Raum mit einer Länge von acht Metern und einer Breite von drei Metern integrieren. Tresselt: „Bei dieser Maschine haben unsere Bediener selbst in diesem kleinen Raum nicht das Gefühl, beengt zu arbeiten. Eine klassische Linienmaschine hätte sich hier erst gar nicht aufstellen lassen.“
Ein weiterer Vorteil, den die gemäß Rundläufer-Prinzip arbeitende Anlage in sich trägt: Ein- und Auslaufbereich für Kegs sind direkt nebeneinander und somit äußerst bedienerfreundlich angeordnet. Das bedeutet, dass bei der Schönbuch Braumanufaktur eine Bedienperson leere Kegs auf den Einlauftransporteur positionieren und gleichzeitig volle Kegs vom Auslauftransporteur abladen und palettieren kann. Gustavo Tresselt, Braumeister der Schönbuch Braumanufaktur: „Hier gibt es keine langen Wege vom Ein- zum Auslauftransporteur wie bei Linienmaschinen üblich. Das erspart uns eine Bedienperson. Als einen weiteren Vorteil sehe ich, dass für unsere neue Maschine vergleichsweise geringere Transportstrecken nötig sind. Das reduziert die Kosten und auch den Platzbedarf.“

Unterschiedliche Keg-Varianten,
vielfältiges Bier- und AFG-Spektrum

Abgefüllt wird das Biersortiment der Schönbuch Braumanufaktur in unterschiedliche Keg-Varianten. Neben klassischen 30- und 50-l-Kegs gibt es 10- und 20-l-Party-Kegs mit bayrischem Anstich. Zudem gelangen alkoholfreie Getränke in 20-l-AFG-Kegs. Erster zu durchlaufender Prozess für jedes Keg innerhalb des Innokeg Till Combikeg-Prozesses ist die Wasser-Abspritzung des Keg-Fittings im Bereich des Zulauftransporteurs. Es folgt die Keg-Behandlung auf der ersten Innenreinigungsstation, die bereits innerhalb der Verkleidung liegt. Innerhalb einer Verkleidung, die ganz gemäß Hygienic Design gestaltet ist und die Anlagenkomponenten gegen Verschmutzungen, unlauteren Zugriff und Beschädigungen schützt. Gleichzeitig lässt sie sich bei anstehenden Wartungs-, Umrüstungs- oder Reinigungsarbeiten leicht öffnen und gewährleistet die optimale Zugänglichkeit sämtlicher Komponenten.
Bevor der erste Innenreinigungsprozess startet, ist ebenso wie vor jeder Behandlung auf den weiteren Innenreinigungsstationen und auf der Füllstation die Dichtigkeitsprüfung des Kegs obligatorisch. Ist diese erfolgreich abgeschlossen, folgt das Ausblasen von Getränkeresten mittels Sterilluft. Daran anschließend findet die Vorspritzung mit Mischwasser statt, um grobe Verschmutzungen wie beispielsweise verdickte Bierreste aus dem Keg auszuspülen. Um Wasser einzusparen, wird aufgefangenes Wasser der letzten Heißwasserspritzung als Mischwasser verwendet. Werner Dinkelaker, Geschäftsführer der Braumanufaktur: „Nachhaltigkeit beginnt mit kleinen Dingen. Wir achten sehr darauf, in jeder Hinsicht ressourcenschonend zu agieren.“

Außenreinigung platzsparend in den Rundlauf integriert
Mit in die erste Reinigungsstation integriert: ein pulsierendes Spritzen und die Teilanfüllung des Kegs mit Lauge. Vorteil der Teilanfüllung mit Lauge in dieser Phase: Während die Außenreinigung stattfindet, kann parallel dazu die Lauge-Weichephase vor sich gehen.
Innerhalb der Außenreinigungsstation steht zunächst ein äußeres Abschwallen des Kegs mit Mischwasser auf dem Programm. Auch dieses Mischwasser stammt aus der letzten Heißwasserspritzung – was einmal mehr dem Aspekt der Nachhaltigkeit Rechnung trägt. Daran anschließend rotiert das Keg. Hierbei spritzt ein feststehender Düsenstock die Außenbereiche des Kegs mit Mischwasser ab. Eine Option, für die man sich bei der Schönbuch Braumanufaktur an dieser Stelle entschieden hat, ist eine angetriebene Bürste für die zusätzliche mechanische Reinigung. Tresselt: „Eigentlich hatten wir nicht vor, die Bürstenstation in unsere Maschine mit zu integrieren. Dann sahen wir, dass die per Bürste gereinigten Kegs optisch wesentlich besser aussahen. Das war für uns Grund genug, die Bürstenstation gleich mit zu ordern. Vorteilhaft ist bei dieser Option auch, dass sich die Bürste über einen elektrischen Verstellmotor automatisch an die jeweils zu verarbeitenden Keg-Durchmesser anpasst.“

Höchste hygienische Sicherheit auf sämtlichen Ebenen
Zwar ist die Außenreinigungs-Station bei der Innokeg Till Combikeg zwischen zwei Innenreinigungsstationen angesiedelt, dennoch lässt sich hier von höchster hygienischer Sicherheit sprechen, da der Außenreiniger mittels Schutztüren von den Innenreinigungsprozessen gezielt getrennt gehalten ist. Direkt im Anschluss an den Außenreinigungsprozess kommt als zweiter Innenreinigungsschritt das Ausblasen vorhandener Lauge zum Tragen. Es gelangt eine zweite Lauge in das Keg, mit der das Verfahren der pulsierenden Reinigung beginnt. Abwechselnd wird hierbei mit unterschiedlicher Durchflussintensität gespritzt. Hoher Durchfluss sichert die optimale Reinigung der Innenwand des Kegs. Niedriger Durchfluss steht für die intensive Reinigung des Steigrohrs. Die Überwachung dieses Innenreinigungsprozesses geschieht ebenso wie die Überwachung sämtlicher Innenreinigungs-Prozesse über zwei Komponenten: Druck und Nass- bzw. Trockenmeldesonde. Bei der dritten Innenreinigungsstation steht das pulsierende Spritzen mit Lauge 2, bei der vierten Innenreinigungsstation das pulsierende Spritzen mit Säure auf dem Programm. Zudem übernimmt Reinigungsstation 4 das pulsierende Spritzen mit Heißwasser. Das sorgt dafür, dass eventuell anhaftende Reinigungsmittelreste im Keg ausgetragen werden. Innenreinigungsstation 5 schließt den Reinigungsprozess mit Heißwasseraustragung und dem Ausblasen des Kegs mit Dampf ab. Letzter Schritt: die Vorspannung des Kegs mit CO2.
Die Füllstation arbeitet bei Einsatz modernster DFC (Direct Flow Control)-Fülltechnologie. Das Steuern des Füllvorgangs erfolgt hier durch ein Regelventil am Produktzulauf. Durch die langsame Anfüllphase und die – nachdem das Fitting mit Produkt bedeckt ist – anschließende Schnellfüllphase ist die Kontaktfläche zwischen Vorspanngas und Getränk gezielt gering gehalten. Höchste Füllgenauigkeit ist ebenso gegeben wie ein gegenüber den klassischen Füllverfahren großes Einsparpotenzial an Vorspanngas und die äußerst schonende Produktbehandlung. Die Füllgeschwindigkeit ist zu jedem Zeitpunkt kontrolliert, der Sauerstoff- und Gaseintrag in das Produkt minimiert. Darüber hinaus beinhaltet das System eine Leistungssteigerung, die gegenüber dem klassischen Verfahren bei etwa 10?% liegt. Weiterer Vorteil des DFC-Systems: die exakte Füllmengenkontrolle mittels volumetrischer Erfassung der Füllmenge durch magnetisch-induktive Durchflussmessung.
Ist der Füllprozess beendet, gelangt das Keg zur Ausweisstation, in der es mit einem Fangschuh auf den Auslauftransporteur übergeschoben wird. Vom Auslauftransporteur nimmt die Bedienperson bereitgestellte Kegs ab und palettiert diese. Sollte ein Keg als „Schlecht-Keg“ im System registriert sein, beispielsweise weil Druckprüfungen vor einzelnen Innenreinigungsprozessen nicht bestanden wurden, erhält die Bedienperson die entsprechende Information per Signal und kann das jeweilige Keg so gezielt aus dem Prozess entfernen.

Vertrauen in Pilotanlage belohnt
Tresselt: „Wir sind mit unserer Innokeg Till Combikeg äußerst zufrieden. Unser Mut, in die Pilotanlage zu investieren, wurde hier mit einer zuverlässigen, kompakten Lösung belohnt, mit der wir in eine weitere positive Zukunft gehen können.“ Dinkelaker ergänzt: „Da wir – wie bei Pilottechnik üblich – die Abnahme nicht ganz so schnell realisierten – profitierte unser Bedienpersonal zusätzlich davon, dass es besonders umfassendes Know-how und die damit verbundene intensivste Einarbeitung zur technischen Lösung während des Betriebs erhielt.“
Auf Basis der Erfahrungen mit der Pilotanlage für künftige Innokeg Till Combikeg-Linien vorgesehen: die etwa einwöchige Installations- und Inbetriebnahmezeit. Dafür müssen Medien- und Produktanschlüsse im Betrieb ebenso vorbereitet sein, wie die Innokeg Till Combikeg, die im Werk standardmäßig bereits fertig verrohrt, verkabelt und ausgiebig vorgetestet wird. Sind sämtliche Voraussetzungen erfüllt, heißt es ausschließlich Maschine hinstellen, anschließen, auf den Start-Knopf drücken, den ersten CIP-Prozess in Angriff nehmen und die Produktion beginnen.

 

Heftausgabe: November 2011
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Über den Autor

Rainer Deutschmann, Achim Schlicher, KHS
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