Deutsches Effizienzgebot

Kesseltechnik im Brauereibetrieb

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09.10.2013 Am Inhalt hat sich schon alleine wegen des Reinheitsgebots nichts geändert. Die Technik dafür aber schon: Die Brauerei Wildbräu Grafing entschied sich im Jahr 2010 für das Modernisieren ihrer Dampferzeugung mit Komponenten von Bosch Industriekessel, um die Energieeffizienz der Anlage an aktuelle Standards anzupassen.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Durch Vorwärmen des Kesselspeisewassers senkt sich die Abgastemperatur um circa 100 °C. Dadurch verbessert sich der Kesselwirkungsgrad um etwa 5 Prozent.
  • Eine elektronische Verbundregelung ermöglicht ein präziseres Einstellen des Brennstoff-/Luftverhältnisses, wodurch sich der Brennstoffverbrauch vermindert.
  • Durch den Einsatz einer Drehzahlregelung lässt sich die Drehzahl des Gebläsemotors in Abhängigkeit der Brennerleistung einstellen.

 

Für die Prozessdampfversorgung ist bereits seit 1978 ein Dampfkessel UL der Marke Loos (heute Bosch) mit einer Leistung von 4 t Dampf pro Stunde zuständig. Um die bis zu 230 °C heißen Abgase effizient nutzen zu können, entschied sich der Betreiber für einen Economiser von Bosch Industriekessel. Dieser wärmt das Kesselspeisewasser vor, wodurch sich die Abgastemperatur in der Folge um circa 100 °C senkt. Der Kesselwirkungsgrad erhöht sich durch das Reduzieren der Abgasverluste.

Auf die Dosis kommt es an
Der Austausch des vorhandenen Leichtölbrenners gegen einen modernen Dualbrenner führte zu einer weiteren Effizienzsteigerung. Als Hauptbrennstoff dient Erdgas; lediglich im Spitzenlastbetrieb oder in Notfällen erfolgt das Umschalten auf leichtes Heizöl. Das richtige Dosieren des Brennstoff-/Luftverhältnisses ermöglicht eine elektronische Verbundregelung. Im Vergleich zur mechanischen Verbundregelung des alten Brenners erzielt das System eine präzisere Einstellung in der Luftzufuhr, wodurch sich der Brennstoffverbrauch entsprechend vermindert. Zusätzlich ermöglicht die neue Feuerung eine vollständig stufenlose Betriebsweise. Kombiniert mit einem hohen Regelverhältnis verringern sich die mit Energieverlusten einhergehenden Brennerzuschaltungen und -abschaltungen im Betrieb. Durch den Einsatz einer Drehzahlregelung lässt sich die Drehzahl des Gebläsemotors in Abhängigkeit der Brennerleistung einstellen. Die elektrische Leistungsaufnahme im Teillastbereich ist so wesentlich geringer; bei einem gleichzeitig geminderten Schalldruckpegel. Auch den Sauerstoffgehalt im Abgas erfasst die Anlage kontinuierlich. Ist dieser zu hoch und damit die Verbrennung ineffektiv, vermindert das System die Verbrennungsluftmenge. Damit optimiert die Sauerstoffregelung den Wirkungsgrad der Feuerungsanlage, reduziert die Umweltbelastung und hilft Energiekosten zu sparen.

Verbrauch und Betriebskosten gesenkt
Alle relevanten Informationen und Funktionen für einen bedarfsgerechten Betrieb stehen dem Anwender über die integrierte Kesselsteuerung BCO zur Verfügung. Die Anzeige von Betriebszuständen, Betriebsdaten und Messwerten sowie Betriebseinstellungen erfolgt über einen Touchscreen. Die Planung des Umrüstprojekts übernahm das IGS Ingenieurbüro aus Hallbergmoos, mit der Installation war Ernst Huber Wärmetechnik aus Rott am Inn beauftragt. Mithilfe der umgesetzten Maßnahmen konnte der Brauereibetreiber den Energieverbrauch der Anlage um circa 90 MWh pro Jahr senken, die CO2-Emissionen um 21 Jahrestonnen. Durch den Kesselaustausch und den Umstieg auf Erdgas spart das Unternehmen nun jährlich rund 36.000 Euro an Betriebskosten. Die Kapitalrendite der Investition liegt bei 40 Prozent.

 

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Weitere Informationen zum Economiser finden Sie hier.

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Heftausgabe: Oktober 2013

Über den Autor

Markus Tuffner, Marketing Bosch Industriekessel
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