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KHS erzielt erstmals Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde Euro

03.07.2014 Die Dortmunder KHS-Gruppe hat ihren Umsatz in 2013 um 3,9 % auf knapp 1,018 Mrd. Euro gesteigert. Die Auftragseingänge des Herstellers von Abfüll- und Verpackungsanlagen sind im vergangenen Jahr um 11,3 % auf 1,131 Mrd. Euro gewachsen. Das Ergebnis vor Steuern stieg um mehr als 90 Mio. Euro auf +10,6 Mio. Euro.

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Mit der Innoprint-Technik hat KHS im vergangen Jahr Maschinen auf den Markt gebracht, die PET-Flaschen mit hoher Qualität direkt bedrucken können. Die Maschinen sind für eine Leistung von 36.000 PET-Flaschen/h ausgelegt (Bild: KHS)

Das Unternehmen begründet seinen Erfolg vor allem mit energie- und ressourcensparenden Anlagen für seine Abnehmer. Die Entwicklungsschwerpunkte lagen 2013 in den Bereichen Etikettierung beziehungsweise Behälterdekoration sowie in neuen Füll- und Verpackungslösungen.

Bedeutsame Neuentwicklungen waren zum Beispiel die Direktbedruckung von PET-Flaschen (Innoprint-Verfahren) sowie das Nature Multipack-Verpackungssystem; damit können PET-Flaschen allein durch Verwendung spezieller Klebstoffe zu Multipacks verbunden werden. Beide Lösungen ermöglichen deutliche Einsparungen beim Verpackungsmaterial und werden in einem Systemgeschäft unter dem Dach der Firma NMP Systems angeboten. Außerdem hat KHS mit einem neuen Aseptik-Rundläufer eine sichere Lösung zur Abfüllung von sensitiven Getränken im höheren Leistungsbereich ein eingeführt. Darüber hinaus hat das Unternehmen Monitoring-Systeme wie das Manufacturing Execution System (MES System) weiterentwickelt und das App-basierte Infosystem KHS Everywhere vorgestellt.

Neben dem Geschäft mit neuen Anlagen war das Umbautengeschäft 2013 ein maßgebliches Standbein im Service – insgesamt wurden 947 Umbauten in Auftrag gegeben. Das entspricht einem Plus von 34,7 % im Vergleich zu 2012. Hier spielten Lösungen wie Airbackplus zur kostenschonenden und nachhaltigen Herstellung von PET-Flaschen eine wichtige Rolle. Hinzu kommen neue Servicekonzepte wie zum Beispiel detaillierte Beratungsleistungen vor der Investitionsentscheidung oder die auf den Kunden zugeschnittenen Servicepakete über den kompletten Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen hinweg.

Für das Geschäftsjahr 2014 geht die Geschäftsführung des Unternehmens davon aus, dass das Umsatz- und Ertragsniveau erneut deutlich über dem Vorjahr liegen werden. Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer, CEO der KHS, hält ein Umsatzwachstum von etwa 4 % in 2014 für „durchaus realistisch“.

(dw)

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