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KHS mit PET-Flaschen-Direktbedruckung für Hermes Award nominiert

03.04.2014 Der Abfüll- und Verpackungsmaschinenhersteller KHS, Dortmund, ist mit seinem Tochterunternehmen KHS Innoprint und dessen Direktbedruckungstechnik von PET-Flaschen, unter den fünf nominierten Unternehmen für den diesjährigen Hermes Award. Der Technologiepreis wird von der Deutschen Messe alljährlich zur Hannover Messe 2014  verliehen.

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Bei der Direkt-Bedruckung von PET-Flaschen mit KHS Innoprint-Maschinen wird eine beeindruckende Druckqualität erreicht – die optische Auflösung beträgt 1.080 x 1.080 dpi (Bild: KHS)

Mit der neu entwickelten Bedruckungstechnik können PET-Flaschen rundum direkt bedruckt werden. Die Druckqualität ist hoch – die optische Auflösung beträgt 1.080 x 1.080 dpi. Standardmäßig verfügt die Bedruckungsmaschine über fünf Farbkreisel, die nacheinander die Farben Weiß, Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz (CMYK-Modell) auf die Flaschen auftragen. Nach dem Druckvorgang sorgt UV-Licht für die zuverlässige Aushärtung der lebensmittelgeeigneten Tinten. Anlässlich der Hannover Messe wird dieses Verfahren im Bereich Research & Technology (Halle 2) präsentiert – gemeinsam mit den vier weiteren für den Hermes Award nominierten Produkten.

Im Vergleich zu der bislang üblichen Ausstattung mit Kunststoff- bzw. Papieretiketten ermöglicht das Direkt-Bedruckungsverfahren eine deutlich höhere Flexibilität. Zudem werden keine Etiketten und kein Leim mehr benötigt und somit fallen auch deren Transport und klimatisierte Lagerung nicht mehr an. Neben der möglichen Kostenreduzierung ist die Direktbedruckung also sehr umweltfreundlich. Die direkt bedruckten PET-Flaschen sind für ein Bottle to bottle-Recycling geeignet. Ausgehärtete Tinten lassen sich dabei vollständig von dem geschredderten PET entfernen.

Die Direktbedruckungsmaschine benötigt lediglich Text- und Bilddateien und bereitet diese schnell druckfähig auf. Dadurch ist sie theoretisch in der Lage, jede einzelne PET-Flasche mit einem anderen Motiv zu bedrucken – bei einer Leistung von bis zu 36.000 Flaschen pro Stunde. Generell werden durch die digitale Bedruckung „Time to market“-Intervalle deutlich verkürzt. Zum Beispiel lassen sich Flaschen direkt im Anschluss an ein Fußballspiel mit dem Bild des Siegerteams und dem Spielergebnis ausstatten und entsprechend kurzfristig im Handel platzieren.

International aufgestellte Unternehmen profitieren auch deshalb deutlich von dieser Lösung, weil sämtliche Standorte weltweit, die über eine solche Bedruckungsmaschine verfügen, zentral bereitgestellte Dateien gleichzeitig verarbeiten können. Mit neuen Motiven dekorierte Behälter gelangen so nicht nur sehr zügig, sondern auch zum selben Zeitpunkt in die unterschiedlichen Märkte.

(dw)

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