Markt

Kinderspiel

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

16.02.2009 P+F-Umfrage Durchflussmessung

Anzeige

Wie verändert sich die Bedeutung der Entscheidungskriterien für die Beschaffung von Durchflussmessgeräten? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Befragung, die von der Redaktion im vergangenen Jahr unter 149 Anwender von Durchflussmessgeräten – überwiegend in der Chemieindustrie – durchgeführt wurde. 24 Anwender haben uns detaillierte Angaben gemacht: Auf den ersten Blick scheint es fast, als ob viele Anwender der stets neuen Kommunikationstechniken und der damit verbundenen Frage, was zukünftig zu „dem Standard“ werden wird, überdrüssig sind und sich vertrauter Technik zuwenden. Besonders eindrucksvoll wird dies anhand der Frage deutlich, welche Kommunikationskonzepte bei der Beschaffung von Durchflussmessgeräten bei Neuanlagen bevorzugt werden. Wurde hier vor dreieinhalb Jahren noch deutlich der Wunsch nach Ethernet-Lösungen geäußert und landeten Profibus PA sowie Foundation Fieldbus ganz oben, hat sich in der aktuellen Befragung die klassische 4…20 mA-Signalübertragung und die Option Hart-Protokoll ganz nach vorne geschoben.

Der Aspekt „Schnittstelle“ ist aus Sicht der Anwender sowohl als Entscheidungskriterium als auch bei der Frage nach der Bedeutung von Entwicklungsschwerpunkten bei der Konstruktion von Durchflussmessgeräten inzwischen weniger wichtig. Eher zurückhaltend zeigen sich die Befragten auch beim Aspekt „Drahtlos- bzw. Wireless-Kommunikation“. Geteilt sind die Meinungen auch bei der Frage, wie bedeutend Funkkommunikation für Entwicklungen ist: Ein Drittel hält diese für eher wichtig, 46 % für „eher unwichtig“ und 17 % sogar für „unwichtig“. 58 % meinen aber, dass die Drahtlos-Kommunikation in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.
Der Blick auf die generellen Entscheidungskriterien beim Kauf von Durchflussmessgeräten offenbart gegenüber den früheren Befragungen wenig Überraschendes. Das Argument Zuverlässigkeit steht weiterhin an erster Stelle und wird auch für die Zukunft mit steigender Bedeutung gesehen. Leicht aber stetig an Bedeutung verliert unter den befragten Anwendern das Kriterium „Preis“. Am deutlichsten hat der Aspekt „einfache Bedienung“ zugelegt, während Genauigkeit, Reproduzierbarkeit und Installationskosten an Relevanz verlieren. Wie wichtig die Bedienung aus Sicht der Anwender ist, zeigte sich auch bei der Frage nach der Bedeutung technischer Entwicklungen. Eine einfache Bedienung steht bereits an zweiter Stelle.

Ultraschall clamp on im Aufwind

Bei den Messprinzipien ist das Bild eindeutig: 81 % der Umfrageteilnehmer rechnen damit, dass die von außen auf Rohrleitungen anzubringenden Clamp on Ultraschallgeräte zulegen werden, gefolgt von Geradrohr- und „bend tube“-Coriolisgeräten. An vierter Stelle folgen Ultraschall-Inline-Geräte. Magnetisch induktiv arbeitende Geräte sowie thermische Massemesser, Schwebekörper und Wirbelzähler werden mit gleich bleibender Bedeutung gesehen, während die Bedeutung von Wirkdruck (Blende), Turbinenrad-, Flügelrad- und Ringkolbenzähler sinkt.

Fazit: In den vergangenen sieben Jahren seit unserer ersten Umfrage zum Thema Durchflussmessung hat sich einiges getan. Die Bedeutung der Messprinzipien Ultraschall und Coriolis steigt, bei den Schnittstellen wenden sich die Anwender derzeit wieder verstärkt den Klassikern 4…20 mA mit Hart-Protokoll in Zweileitertechnik zu.

Heftausgabe: Februar-März 2009
Anzeige

Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
Loader-Icon