Aussichten: warm und trocken

Kondensationstrocknung in Pharma- und Lebensmittelproduktion

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24.03.2016 Die Trocknung ist ein oft vernachlässigter Prozess. Eine schonende und schnelle Trocknungsmethode kann jedoch gerade in Pharma- und Lebensmittelindustrie die Produktion auf hygienische Art vereinfachen und beschleunigen.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Kondensationstrocknung ist eine schonende und schnelle Trocknungsmethode, die mit integrierten Wärmepumpen in einem geschlossenen Kreislauf arbeitet.
  • Gängige Trocknungsanlagen aus Edelstahl erfüllen die Ansprüche der Pharma- und Lebensmittelindustrie an Hygienic Design und GMP.
  • Die gründliche Trocknung von Primärverpackungen erleichtert Folgeprozesse wie Etikettieren, Bedrucken oder Verpacken und kann Ausschuss durch Restfeuchte vermeiden.

Den hohen Stellenwert der Trocknung erkennen, den Prozess verbessern und damit Qualität und Wirtschaftlichkeit optimieren – dieses Prinzip verfolgt der Trocknungsanlagenbauer Harter bei der Kondensations-trocknung auf Wärmepumpenbasis. Das in vielen Branchen bewährte Verfahren kommt auch in der Pharmaindustrie und im Lebensmittelsektor zum Einsatz, wo besonders hohe Ansprüche an Qualität, Prozesssicherzeit und Reproduzierbarkeit gelten. Aber was genau verbirgt sich hinter der Kondensationstrocknung mit integrierter Wärmepumpentechnik, und was sind ihre Stärken?

Trockene Luft und niedrige Temperaturen
Bei der Airgenex-Kondensationstrocknung auf Wärmepumpenbasis strömt extrem trockene und damit ungesättigte Luft über das Trocknungsgut und nimmt die Feuchtigkeit in sehr kurzer Zeit auf. Anschließend wird die Feuchtigkeit in einem Wärmetauscher auskondensiert und verlässt als Kondensat die Anlage. Wärmepumpen heizen die dabei abgekühlte Luft wieder auf, bevor sie erneut über das Trocknungsgut geführt wird. Die Trocknung findet also stets in einem geschlossenen Kreislauf statt. Sie ist daher klimaunabhängig und auch für Reinräume geeignet. Die für die Aufbereitung der Luft zuständige Entfeuchtungstechnologie ist in die Trocknungsstation integriert. Ob es sich um ein kontinuierliches Verfahren oder einen Batchbetrieb handelt, spielt dabei keine Rolle. Die Kondensationstrocknung ist ein flexibles System für jede Verfahrensart. Produkte aus Kunststoff, Glas, Metall oder organische Produkte wie Lebens- und Futtermittel lassen sich damit bei Temperaturen zwischen 20 und 90°C schonend und stressfrei trocknen. Das Verfahren existiert in jeweils für Pharma- und Lebensmittelindustrie angepassten Systemvarianten.

Die richtige Luft am richtigen Ort
„Die richtige Luftführung spielt eine wesentliche Rolle, damit die Kondensations-trocknung ihre volle Wirkung entfalten kann“, erklärt Jochen Schumacher vom technischen Vertrieb bei Harter. Naturgemäß geht die Luft den Weg des geringsten Widerstands. „Sie in die richtigen Bahnen zu lenken, erfordert viel Know-how“, so
Schumacher. Denn nur durch das perfekte Zusammenspiel von Entfeuchtungstechnik, Luftführung, Luftgeschwindigkeit und Volumenstrom wird die Kondensationstrocknung für das jeweilige Produkt zum Erfolg. Darum erhält jede Trocknungskammer ein anwendungsspezifisches Umluftsystem mit individueller Luftführung. Geringfügig angepasst kann die Technik auch als Kühlsystem dienen, falls dies gewünscht oder prozessbedingt erforderlich ist. Die Trocknungsanlagen entsprechen dem Hygienic Design und erfüllen GMP- und GAMP-Vorgaben.

Heftausgabe: April 2016
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Jochen Schumacher, Technischer Vertrieb, Harter Oberflächen- und Umwelttechnik

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Jochen Schumacher, Technischer Vertrieb, Harter Oberflächen- und Umwelttechnik
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