Die Keime fest im Griff

Kontaminationssichere Speicherung von Reinwasser

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17.03.2015 Kontaminationen müssen unbedingt vermieden werden! Mengenmäßig sind Rein-, Reinst- und Pharmawasser der bedeutendste Rohstoff der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • In einer neuen Kosmetika-Straße wie auch bei Generalsanierungen setzt der israelische Kosmetik-Hersteller Cosmopharm neuerdings die Sterivent-Entwicklung ein.
  • Das Sterivent-System kennzeichnet eine große aktive Filterfläche und niedrigen Luftdruck am Filter, um sowohl teure Verdichtungsenergie einzusparen als auch hohe Verdichtungstemperaturen zu vermeiden.
  • Schlussendlich arbeiten die Ultra-Clean-Linien geräuscharm und servicefreundlich: leichte Auswechselbarkeit der einzelnen Filtereinsätze überhaupt kein Problem.

Das heißt, trotz voluminöser Zwischenlagerung muss jeglicher mikrobieller Verunreinigung der Weg zu diesem Grundstoff für den menschlichen Gebrauch versperrt bleiben. Cosmopharm in Israel setzt dazu aktuell auf ein in der Kosmetikindustrie noch unübliches Überdruck-Filterverfahren. Das erlaubt, mit Konservierungsstoffen äußerst sparsam umzugehen beziehungsweise darauf ganz zu verzichten.

GMP und Kosmetikverordnung
Das Eliminieren und Neutralisieren von Mikroorganismen, von organischen Substanzen wie Pilzen und Sporen, von Kolloiden und anderen Schadstoffen aus dem sterilisierten Wasser muss eine Selbstverständlichkeit sein. Darüber hinaus schreibt die Keimarmut – neben spezifischen Trinkwassernormen und -verordnungen – die Europäische Richtlinie 2003/94/EG vor, auch GMP-Richtlinie genannt. GMP will, dass Reinwasser für Kosmetika und Nahrungsmittel dauerhaft Reinwasser bleibt. Aber mit welchen Mitteln?

Die Richtlinie 2003/94/EG stützt sich auf Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ab. Die Regularien beinhalten Bestimmungen zu Herstellung, Transport, Lagerung und Handel mit besagten Gütern. Verordnungsrechtlich verlangen die Kosmetikverordnung (Verordnung EG Nr. 1223/2009 vom 30. November 2009) als auch die Arzneimittel- und Wirkstoffverordnung „Gute Herstellungspraxis“ beim Anmischen der Schönheitsmittel. Konkret fordert die Kosmetikverordnung in Artikel 8: „Die Herstellung kosmetischer Mittel erfolgt im Einklang mit der ‚Guten Herstellungspraxis’, um die Erreichung der Zielsetzungen von Artikel 1 zu gewähr-
leisten.“ Dieser Artikel 1 formuliert das Ziel so: „Mit dieser Verordnung werden Regeln aufgestellt, die jedes auf dem Markt bereitgestellte kosmetische Mittel erfüllen muss, um ein hohes Gesundheitsschutzniveau zu gewährleisten.“

Die Nachteile des Standards
GMP sichert also Verbrauchern zu, dass die Erzeuger von Medizin-, Kosmetik- und Pflegeartikeln – und natürlich auch von Lebensmitteln – praktisch auf jedem Meter der Kette, von der Rohstoffgewinnung bis zum Verkaufsregal, die optimale Hygiene im Blick behalten. Doch leider verliert die Produktion bei der Lagerung von Reinwasser die Hygiene häufig aus dem Blick. Würde man ein stringentes Monitoring der Wasserqualität über die gesamte Kette betreiben, sähe man die Mängel. Soweit geht man jedoch beim Ansetzen von Shampoos und Cremes nicht.

Heftausgabe: März 2015
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Bernd Genath, freier Fachjournalist für Fisher Planning

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Bernd Genath, freier Fachjournalist für Fisher Planning
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