Konti fürs Technikum

Kontinuierlich arbeitender Wirbelschicht-Granulator

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14.04.2010 Konti-Anlagen haben wirtschaftliche Vorteile, da Rüstzeiten entfallen. Allerdings werden kontinuierlich arbeitende Prozesse in der Regel nur im größeren Maßstab eingesetzt. DMR stellt zur Powtech/Technopharm nun einen Wirbelschicht-Granulator vor, mit dem auch kleine Produktmengen kontinuierlich produziert werden können.  

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Mit dem kontinuierlichen Wirbelschicht-Granulator können die Verfahrensschritte Trocknung, Sprühtrocknung, Sprühgranulierung, Agglomeration und Coating nach GMP- und FDA-Richtlinien erfolgen Bild: DMR

Der kontinuierlich arbeitende Wirbelschicht-Granulator WFP Konti wird zur Herstellung von Rezepturen, Mustermengen und Kleinproduktionen oder als kontinuierlich arbeitendes Technikumsgerät eingesetzt. Durch den wirtschaftlichen Druck müssen Produktionsabläufe immer effektiver ablaufen. Hierbei haben Konti-Anlagen Vorteile, da die Rüstzeiten wie Beschickung und Entleerung wegfallen und sich Temperaturprofile über verschiedene Apparatesegmente stationär einstellen lassen. Energie- und zeitintensive Aufheiz- und Abkühlprozeduren entfallen. Mit dem kontinuierlich arbeitenden Wirbelschichtapparat können die Verfahrensprozesse Trocknung, Sprühtrocknung, Sprühgranulierung, Agglomeration und Coating durchgeführt werden. Außerdem ist eine Kombination mit kontinuierlichen Mischgranulierern und Homogenisatoren möglich.

Die Anlage besteht aus dem Prozessor, der Luftaufbereitung und der Steuerung. Produktionsherstellung nach GMP- und FDA- Richtlinien. Der Prozessablauf ist wie folgt: Ein Ventilator saugt warme filtrierte Luft über den speziellen Wirbelboden in den Prozessor. Das im Behälter eingegebene Pulver beginnt zu fluidisieren und mittels integrierter Mehrstoff- Sprühdüse benetzt. Die integrierten Filter halten die Pulverpartikel zurück und werden durch permanente Abreinigung dem Prozess wieder zugeführt. Durch die Befeuchtung der Partikeloberfläche und gleichzeitiges Abtrocknen kleben Pulverpartikel zu rieselfähigen Agglomeraten zusammen. Auch können feuchte Produkte (Herstellung über Nassgranulierung) in der Apparatur getrocknet werden. Außerdem ist ein Coaten von Pulvern oder/und Granulaten möglich.

Zu den Merkmalen der Anlage gehören die automatische Produktaufgabe und Entleerung sowie die Verfahrensarten Top spray & Bottom spray. Aufgrund der geringen Höhe wird das Produkt schonend fluidisiert. Gleichzeitig ist ein Scale-up einfach möglich, da die Produkthöhe annähernd konstant bleibt. Die Prozessparameter lassen sich einfach einstellen, der Apparat verfügt über eine SPS und Bildschirmvisualisierung. Eine Explosionsunterdrückung wird durch Überlagerung eines Inertgases wie z.B. N2 oder CO2 erreicht. Der Wirbelschicht-Granulator erzeugt reproduzierbare Ergebnisse und ist einfach zu reinigen. Die Herstellung kann nach GMP- und FDA-Richtlinien erfolgen. Die Leistung umfasst Gasmengen von 50 bis 220 m3/h und Durchsätze von 1 bis 15 kg/h. Die Prozessmaschine arbeitet bei Temperaturen zwischen 20 und 300 °C und hat eine Heizleistung von 16 kW.

 

Heftausgabe: April 2010
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Über den Autor

Hanspeter Rützler, DMR Prozesstechnologie
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