Ermittlungen in Griechenland

Korruptionsvorwürfe gegen Novartis

13.02.2018 Der Schweizer Pharmakonzern Novartis sieht sich in Griechenland Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Das Unternehmen soll hochrangige Politiker und Ärzte bestochen haben, um sich Einfluss auf die Preisfestsetzung sowie das Zulassungsverfahren eigener Medikamente zu verschaffen.

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In Griechenland laufen Korruptions-Ermittlungen gegen Novartis. (Bild: Maksym Yemelyanov - Fotolia)

In Griechenland laufen Korruptions-Ermittlungen gegen Novartis. (Bild: Maksym Yemelyanov – Fotolia)

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft beruhen auf den Aussagen von drei Whistleblowern und betreffen die Zeit von 2006 bis 2015, berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“. Der mögliche Schaden für den griechischen Staat belaufe sich nach Auskunft der Behörden auf 3 Mrd. Euro. Von den Vorwürfen sind neben dem früheren Premierminister Samaras auch ehemalige Gesundheitsminister, darunter der heutige EU-Migrationskommissar Avramopoulos, betroffen.

Novartis und Politiker wehren sich gegen Vorwürfe

Laut „Handelsblatt“ hat Novartis eigene Untersuchungen eingeleitet und angekündigt, mit den griechischen Behörden kooperieren zu wollen. Nach Ansicht des Unternehmens sei die aktuelle Debatte jedoch politisch aufgeheizt und beinhalte „viele sensationsheischende und unbegründete Anschuldigungen“. Auch verschiedene beschuldigte Politiker vermuten hinter den Vorwürfen politische Motive der griechischen Regierung.

2016 war Novartis auch in der Türkei sowie Südkorea unter Korruptionsverdacht geraten.

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