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Krones: Umsatz 2012 klettert um 7,4 % auf knapp 2,7 Mrd. Euro

24.04.2013 Der Hersteller von Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik Krones, Neutraubling, erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz von 2,664 Mrd.Euro, 7,4 % mehr als im Vorjahr. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 31,2 %. auf 97,9 Mio. Euro.

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Krones: Umsatz 2012 klettert um 7,4 % auf knapp 2,7 Mrd. Euro

Das gute Wachstum in den Emerging Markets bescherte Krones 2012 einen weiter gestiegenen Konzernumsatz, während das Geschäft beispielsweise in Deutschland insgesamt rückläufig war (Bild: Krones)

Während der Umsatzanteil in Europa rückläufig war, legte der Umsatz in Asien erneut zu. Die restlichen Regionen entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen. Insgesamt erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr 62 % der Umsätze in den Emerging Markets. 2011 waren es 60 %.

Der Auftragseingang von Krones verbesserte sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 % auf 2,721 Mrd. Euro. Einen wesentlichen Beitrag zum höheren Auftragseingang leisteten die Emerging Markets. In China, Asien, Afrika und Lateinamerika überstiegen die Auftragseingänge ihr Vorjahresniveau teilweise deutlich. Zum 31. Dezember 2012 hatte das Unternehmen Aufträge im Wert von 999,3 Mio. Euro (Vorjahr: 942,4 Mio. Euro) in den Büchern.

Gestärkte Ertragskraft – Rekordausschüttung vorgeschlagen
Die Ertragslage von Krones wurde 2012 erheblich von der außergerichtlichen Beendigung der US-Rechtsstreitigkeiten (Le-Nature‘s) beeinflusst. Das belastete das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2012 mit 37,8 Mio. Euro. Im Vorjahr betrug der negative Ergebniseffekt 36,7 Mio. Euro. Mit 97,9 Mio. Euro übertraf das EBT das Vorjahresergebnis von 74,6 Mio. Euro um 31,2 %. Bereinigt um den Sondereffekt erwirtschaftete Krones 2012 ein Ergebnis vor Steuern von 135,7 Mio. Euro.

Daraus ergibt sich eine EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, von 5,1 % (Vorjahr: 4,5 %). Damit hat Krones 2012 das operative Margenziel für 2012 von mehr als 5 % erreicht. Das Ergebnis nach Steuern stieg inklusive der Belastung aus Le-Nature‘s um 53,3 % von 43,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 67,0 Mio. Euro. Daraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis je Aktie von 2,22 Euro (Vorjahr: 1,45 Euro). Es legte deutlich stärker zu als das EBT, weil sich die Steuerquote des Unternehmens von 41,5 % im Vorjahr auf 31,5 % verringerte. 2011 musste Krones nach einer Betriebsprüfung Steuern für die Vorjahre nachzahlen.

Sehr erfreulich war auch die Entwicklung des Free Cashflows. So erzielte Krones 2012 einen positiven Free Cashflow von 30,6 Mio. Euro nach minus 7,4 Mio. Euro im Vorjahr. Wichtig ist hierbei, dass in den 30,6 Mio. Euro die Zahlungen für den Le-Natures‘s-Vergleich von rund 70 Mio. Euro bereits enthalten sind.

Der Maschinenbauer verfügt weiterhin über eine solide Finanz- und Kapitalstruktur. Zum Bilanzstichtag hatte das Unternehmen keine Bankschulden. Die liquiden Mittel stiegen von 125,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 132,9 Mio. Euro, obwohl das Unternehmen im vierten Quartal 2012 die Vergleichszahlung von rund 70 Mio. Euro für die US-Rechtsstreitigkeiten beglich. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens lag Ende 2012 bei 40,4 % (Vorjahr: 38,5 %).

Im Berichtsjahr stieg die Belegschaft weiter an. Ende 2012 beschäftigte das Unternehmen 11.963 Mitarbeiter nach 11.389 im Vorjahr. Krones investiert damit im Rahmen des Strategieprogramms „Value“ weiterhin in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und legt mit dem Mitarbeiteraufbau den Grundstein für weiteres Wachstum.

Aufgrund der positiven operativen Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am 19. Juni 2013 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,60 Euro je Aktie), was einer Rekordausschüttung von 22,6 Mio. Euro entspricht.

Guter Jahresauftakt 2013
Die nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäfte im ersten Quartal. Das Unternehmen profitierte von seiner guten Marktstellung auf den Emerging Markets, die wesentlich zum Unternehmenswachstum beitrugen. Insgesamt stieg der Umsatz des Unternehmens von Januar bis März 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % auf 683,4 Mio. Euro. Der Auftragseingang verbesserte sich im ersten Quartal 2013 um 3,9 % von 659,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 685,2 Mio. Euro.

Mit 38,9 Mio. Euro lag das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Berichtszeitraum um 19,7 % höher als der Vorjahreswert von 32,5 Mio. Euro. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisteten die beiden Segmente Prozesstechnik und Kosme. Sie wiesen im ersten Quartal 2013 nur noch minimale Verluste aus und sind damit voll auf Zielkurs, im Gesamtjahr 2013 jeweils ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften.

Krones will 2013 profitabel wachsen
Auf Basis der Entwicklung der für Krones relevanten Märkte und den weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen Aussichten prognostizieren der Vorstand für 2013 ein Umsatzwachstum um 4 %. Vom Preisniveau erwartet Krones keine unterstützenden Effekte. Die Ertragskraft wird erneut steigen. So plant Krones, 2013 die EBT-Marge auf über 5,5 % zu verbessern. Die dritte Zielgröße, den ROCE, will die Gesellschaft im laufenden Jahr auf 15 % steigern.

(dw)

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