Zeit und Geld sparen

Labormischer für unterschiedlichste Einsatzgebiete

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15.06.2012 Branchen wie die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie stellen immer höhere Ansprüche an die flexible Einsetzbarkeit ihrer Labormaschinen. Deshalb sind die Hersteller gefordert, auch bewährte Lösungen zu hinterfragen und zu optimieren. Der Labormischer der Serie MP-LB ist ein modulares Entwicklungswerkzeug, das Zeit sowie Geld spart und die Reproduzierbarkeit der Mischergebnisse verbessert.

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Entscheider-Facts Für Anwender

  • Der Labormischer der Serie MP-LB ist ein modulares Entwicklungswerkzeug, das Zeit sowie Geld spart und die Reproduzierbarkeit der Mischergebnisse verbessert.
  • Durch einen Wechsel der Werkzeuge und beispielsweise Variation unter anderem der Parameter Drehzahl und Zeit können Anwender diverse Produktionsmischer simulieren.
  • Ein Werkzeug ermöglicht über die Emulgierarbeiten beiem niedrigviskosen und mittelviskosen Bereich hinaus das Verarbeiten hochviskoser Produkte

Die Labormischer zählen beispielsweise in der chemischen Industrie sowie bei Aromen-, Pharma- und Pflanzenschutz-
mittelproduzenten deshalb zur Standard-Ausstattung der Forschungslabore. Durch einen Wechsel der Werkzeuge und beispielsweise Variation unter anderem der Parameter Drehzahl und Zeit können Anwender diverse Produktionsmischer simulieren. Neu ist jetzt die Mischerserie MP-LB als konsequente Weiter-
entwicklung des bewährten Mischprinzips.

Modulares Mischerkonzept

Kernstück dieses Mischerkonzepts ist der modulare Aufbau. MP-LB steht für „Multi Purpose Laboratory Batch“. Dieser Universalmischer lässt sich neben dem eigentlichen Mischen je nach Ausbaustufe auch zum Granulieren, Pelletieren, Emulgieren, Suspendieren, Kneten, Beladen, Zerkleinern oder zum Trocknen verwenden. Abhängig von den durchzuführenden Prozessschritten wird der Labormischer mit anderen Werkzeugen ausgerüstet. Zusätzlich stehen dazu Behältergrößen von 0,5 bis 14 l an. Der Austausch der Behälter dauert nur wenige Sekunden.

In der Grundausstattung ist der Mischer mit einem Touchscreen ausgerüstet, der eine manuelle Bedienung des Mischers mit Timersteuerung ermöglicht. Ein von oben wirkender, entgegen der Drehrichtung des Hauptmotors laufender Abstreifer sowie eine Anzeige der Produkttemperatur können in das Grundgerät integriert werden.

Module, wie unter anderem eine Vakuumpumpenstation, eine Temperatursteuerung, Sensoreinheiten für Temperatur, pH und Leitfähigkeit sowie ein Datenlogger, ermöglichen einfache Vakuum- und Temperatursteuerungsaufgaben. Für Anwender, von denen eine vollautomatische Steuerung für kundenspezifische Automatisierung bevorzugt wird, steht eine Version mit speicherprogrammierbarer Steuerung zur Verfügung, die dann komplette Programmabläufe mit integrierter Datenerfassung ermöglicht.

Unterschiedlichste Einsatzbereiche
Die Labormischer der Serie MP-LB ermöglichen bereits mit kleinen Probenmengen von 50 g Rückschlüsse auf die Qualität des Endprodukts, das auf diversen Produktionsanlagen hergestellt werden kann. Viele Fragen lassen sich bereits so in einem sehr frühen Entwicklungsstadium klären.

Beim Beladen werden Trägerstoffe, die über kapillare Hohlräume verfügen, mit einer Flüssigkeit beladen. Ein typischer Prozess bei der Herstellung von Waschmitteln, bei der Soda mit flüssigen Tensiden getränkt wird.

Durch Zerstäuben oder einer langsamen Zugabe von geeigneten Flüssigkeiten – etwa mit einer kleinen Zweistoffdüse – können auch Coating-Prozesse durchgeführt werden, zum Beispiel bei Pflanzenschutzmitteln.

Bevorzugt wird mit dem Mischer feuchtgranuliert. Durch den Deckel wird mit einer Ein- oder Zweistoffdüse Flüssigkeit eingetragen. Drehzahl- und Werkzeugvariationen können Korngröße und -härte beeinflussen. Mit geänderten Prozessparametern kann bei identischer Werkzeugkonfiguration pelletiert und getrocknet werden.

Je nach Konfiguration des Mischbehälters lässt sich durch Deckel oder Boden Luft oder Inertgas in das bewegte Produkt eintragen. Der Wechsel zwischen Vakuum – die Feuchte kondensiert außerhalb des Mischers an einem nachgeschalteten Kühler – sowie der Belüftung einerseits sowie Temperieren über den Doppelmantel andererseits ermöglicht außerordentlich schonende Trocknungsprozesse.

Auch Emulgieren, Dispergieren und Kneten möglich
Durch Austausch der Werkzeuge kann der Mischer innerhalb sehr kurzer Zeit zu einer Prozessanlage für halbfeste Produkte umgebaut werden. Eine besondere Stärke dieses Labor-Mischers liegt darin, dass auch Emulsionen, von einer nur geringen Flüssigkeitsmenge ausgehend, formuliert werden können. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Mayonnaise.

Ein speziell konzipiertes Werkzeug ermöglicht über die typischen Emulgierarbeiten bei einem niedrigviskosen und mittelviskosen Bereich hinaus das Verarbeiten hochviskoser Produkte. Hier funktioniert der Mischer wie ein Messerkneter. All diesen Verfahren liegt immer das Grundprinzip eines Scherprozesses mit zwei Flächen zugrunde; damit werden ähnliche bis gleiche Dispersitäten wie bei klassischen Rotor-Stator-Prozessanlagen erreicht.

Mit diesem Mischer kann der Anwender den Zeitbedarf von der Entwicklung eines Produkts bis zur standardisierten Produktion deutlich verkürzen.

 

 

 

Heftausgabe: Juni 2012
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Wolfgang Naton, Geschäftsführer Somakon

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Wolfgang Naton, Geschäftsführer Somakon
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