Feuchtesensoren und -Messumformer mit Frühwarnsystem

Lieber zu früh als zu spät

06.11.2007 Professionelle Feuchte-Messumformer sind heute verlässliche Glieder in der Feuchte-Regelkette – unabhängig davon, ob es sich um Klima-, Reinraum- oder Trocknungsprozesse handelt. Befinden sich jedoch aggressive Medien im Prozess, so folgt auch heute noch oftmals nach einiger Zeit das „Aus“ für den Sensor. Frühwarnsysteme können das verhindern.

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Begleitet wird ein Ausfall des Sensors von teurem Ausschuss aufgrund mangelhafter Qualität des Endprodukts. In gravierenden Fällen – speziell in der Verfahrenstechnik – muss in diesem Fall sogar mit Anlagenstillständen gerechnet werden.

Für diesen Anwendungsfall wurde eine spezielle Lösung entwickelt: der Frühwarn-Feuchtefühler. Dieser überwacht kontinuierlich den Feuchtesensor auf möglicherweise beginnende Korrosionserscheinungen. Da er diese Situation zu einem sehr frühen Zeitpunkt erkennt, kann der Anlagenverantwortliche bereits gewarnt werden, bevor es zu Messfehlern oder Messunterbrechungen kommt. Er kann somit frühzeitig reagieren und den Feuchtefühler ohne Einbußen der Messqualität austauschen.

Messumformer analysiert sich selbst

Nicht nur dieser spezielle Fühler dient der Frühwarnung. Auch ein neu entwickelter Feuchte-Messumformer verfügt in Verbindung mit beliebigen Feuchtefühlern über zahlreiche Selbstanalysen. So ist er in der Lage, dem Nutzer Frühwarnungen zukommen zu lassen

  • bei zu langem Andauern des Betauungszustandes,
  • bei Driftverdacht auf Basis der Zwei-Punkt-Abgleiche oder
  • bei unpassender Betriebsspannung.

Diese (Früh-)Warnungen können über mehrere Wege zum Verantwortlichen gelangen. Neben der Klartextanzeige im Display – die bei Messumformern naturgemäß nicht ständig überwacht wird – kann einem der vier Relais ein „Sammelalarm“ zugeordnet werden. Das Alarmrelais kann dann lokale Alarme wie Leuchten oder Hupen auslösen oder einfach eine digitale Sammelalarm-Meldung an das übergeordnete System abgeben.

Alles im Blick

Erweiterte Möglichkeiten bestehen für Nutzer eines Feldbusses Profibus-DP. Über die Feldbus-Schnittstelle können – neben den aktuellen Messwerten – auch sämtliche Einzelmeldungen übertragen werden. Auf diese Weise kann der Anlagenverantwortliche rechtzeitig den Fühler ohne Unterbrechung der Messung tauschen. Die Kostenersparnis durch eine solche präventive Instandhaltung übersteigt um ein Vielfaches die Investition – das Schlüsselwort lautet: Anlagenverfügbarkeit.

Heftausgabe: November 2007

Über den Autor

Jens Amberg ,
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