Fälschungssicher & korrekt kennzeichnen

Lösungen für die Pharmaindustrie

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23.12.2014 Es ist das Thema der Stunde: Derzeit ist der Markt der Kennzeichnungssysteme für die Pharmabranche stark von der Track & Trace-Richtlinie der EU geprägt, die Betreiber zügig umsetzen müssen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Pharmahersteller stehen künftig in der Pflicht, ihre Produkte zu Serialisieren. Das zieht Umstellungen innerhalb der Produktion nach sich.
  • Um die hierdurch entstehenden Kosten im Rahmen zu halten, erweitern die Unternehmen ihre Produktionslinien, statt sie komplett umzustellen.
  • Lösungen gibt es hier viele. Doch sollten Betreiber das Gespräch mit Lösungsanbietern suchen, um die für sie jeweils optimale Lösung finden zu können.

Der Fokus liegt dabei auf der lückenlosen Rückverfolgbarkeit mittels eindeutiger Kennzeichnung, da gefälschte und somit nicht korrekt gekennzeichnete Medikamente die Konsumenten gefährden und hohe finanzielle Verluste bei den Herstellern verursachen. Weitere wichtige Themen sind das einfache Bedienen der Kennzeichnungssysteme sowie das automatische Erkennen und Ausschleusen von nicht für gut befundenen Pharmaprodukten.

Keine Lösung von der Stange
Beim Umsetzen der Richtlinie in der betrieblichen Praxis wollen Hersteller den eigenen Produktionsablauf aus wirtschaftlichen Gründen erweitern, jedoch nicht komplett umstellen. Als Lösungsanbieter konzentriert sich KBA-Metronic daher auf das Ergänzen bestehender Anlagen, damit die Umstellung so reibungslos wie möglich verläuft. „Die Herausforderung besteht darin, die individuellen Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und diese in Kombination mit den gesetzlichen Anforderungen bestmöglich umzusetzen“, erklärt Oliver Volland, Geschäftsführer der KBA-Metronic. „Je nach bereits bestehenden Lösungen im Hinblick auf Kamerasysteme und Software gilt es dabei, die Balance zwischen Anforderungsprofil und Machbarkeit zu finden.“ Track & Trace ist eine sehr kundenspezifische Anforderung, da die Bandbreite der technischen Lösungen hoch ist. Darum ist es nicht möglich, einfach eine Track & Trace-Lösung zu entwickeln, die dann für alle Pharmaunternehmen zu nutzen ist. „Unsere modulare Aufbauweise mit der Möglichkeit zu Erweiterungen bietet hier die beste Lösung für den Kunden, damit er für heutige und zukünftige Anforderungen bestmöglich ausgerüstet ist“, kommentiert Volland.

Verschiedene Kennzeichnungstechnologien
Zum fälschungssicheren und lückenlos nachverfolgbaren Kennzeichnen von Pharmaprodukten kommen hauptsächlich der Inkjet, der Thermal-Inkjet sowie die Lasertechnologie zum Einsatz. All diese Drucker können verschiedene Materialien mit variablen Daten kennzeichnen. In einigen Fällen ist allerdings auch der Einsatz eines kostengünstigen Heißprägers möglich. Der Druck von speziellen Parametern ermöglicht das Überprüfen auf Fälschungssicherheit auch im Handel und eine 100-prozentige Rückverfolgbarkeit. Wenn es um hohe Geschwindigkeiten bei der Kennzeichnung geht, spielen berührungslos arbeitende Tintenstrahldrucker wie die Modelle der Alphajet-Reihe ihre Stärken aus: Sie sind daraufhin optimiert, exakte Druckergebnisse auch bei schnell bewegten Produkten bis 11 m/s zu liefern und können mehrzeilige Texte sowie komplexe Logos aufbringen – zu wirtschaftlich tragbaren Kosten. Unter den Tintenstrahldruckern der Serie zählen die Modelle Evo und Into zu den Spitzenmodellen des Herstellers für die Pharmabranche. Der Anwender kann die Drucker über eine kundenspezifische Sondersoftware nahezu an alle Wünsche anpassen, seien es Track & Trace-Lösungen oder Datenbankausdrucke.

Emissionsfrei in der Produktion
Durch die Kombination seiner Druckkopfgeometrie und Software kann der Inkjet selbst mehrzeilige Texte und Logos bei hohen Geschwindigkeiten in guter Qualität aufbringen. Und durch seine standardmäßig integrierte Lösungsmittelrückgewinnung erreicht er effiziente sowie ökologische Verbrauchsdaten: Er benötigt nicht mehr als 2 ml/h. Gerade die Pharmabranche legt hohen Wert auf solche nahezu emissionsfreie Kennzeichnungssysteme. Da der Drucker frei programmierbar ist, lassen sich individualisierte Texte und Logos ohne großen Aufwand realisieren; die Texteingabe erfolgt über ein benutzerfreundliches Touchscreen-Farbdisplay.

Scharfer Laser
Die Lasertechnologie kommt in erster Linie zum Kennzeichnen von Faltschachteln und von diversen Kunststoffverpackungen und Plastikbehältern zum Einsatz. Ihre Vorteile sind die dauerhafte Produktkennzeichnung, kombiniert mit einer hohen Auflösung. Die Lasersysteme punkten mit gestochen scharfen Texten, Logos und Grafiken und erfüllen sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch den Wunsch an eine gefällige Optik der Kennzeichnung. Schließlich soll auch sie die hohe Qualität des Produkts unterstreichen. So ist der Laser gerade bei hochwertigen Verpackungen aus Kunststoff eine gute und kostengünstige Alternative zu anderen Kennzeichnungslösungen, da er keinerlei Verbrauchskosten hat. Das Portfolio des Herstellers von Kennzeichnungssystemen umfasst hier mehrere Versionen in Leistungsklassen zwischen 4 und 200 W an, darunter CO2-, YAG- und Faserlaser.

Track & Trace auch außerhalb der Linie
Mit der Offline-Kennzeichnungslösung UDA-Formaxx hat hat das Unternehmen eine vorkonfektionierte Lösung inklusive Track & Trace im Portfolio. Der Vorteil dieser Applikation besteht darin dass es möglich ist, das System mit allen gewünschten Kennzeichnungsgeräten auszustatten. In die Paketlösung sind auch eine Kamera und die entsprechende Software integriert, sodass der Kunde sofort mit einer kompletten Track & Trace Lösung produzieren kann. Anwender profitieren davon, dass sich bereits im Betrieb befindliche Systeme auch nachträglich an geänderte Produktionsläufe anpassen lassen. Der Durchsatz ist dabei abhängig von einer Vielzahl von Faktoren und Komponenten, darunter den Drucksystemen und dem Zubehör wie Kamera und Scanner. Bei hohen Anforderungen an die Verarbeitungsgeschwindigkeit kann der Parallelbetrieb mehrerer Systeme sinnvoll sein. „Je nach Projekt planen unsere Applikationsspezialisten mit dem Kunden die optimale Variante und nutzen dabei unsere langjährige Erfahrung“, erklärt Volland. Speziell Lohnherstellern bietet das Komplettsystem gute Ansätze: Kleine und mittelgroße Chargen können sie damit schnell und einfach über den halbautomatischen Prozess abarbeiten.

Heiße Lösung zum Kosten sparen
Heißpräge-Kennzeichnungssysteme der Reihe HPD-System setzen Betreiber der Pharmabranche oft für Anwendungsbereiche ein, in denen nur feste, nicht variable Daten wie Haltbarkeitsdaten und Chargennummer aufzubringen sind. Aufgrund des einfachen Handlings und der niedrigen Kosten sind diese Geräte im Bereich der Faltschachtelkennzeichnung und der Kennzeichnung von Etiketten eine wirtschaftlich interessante Lösung.

 

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Weitere Beiträge zur Serialisierung finden Sie hier.

Heftausgabe: Produzieren im Kundenauftrag 2014
Sandra Wagner, Leitung Vertrieb und Marketing, KBA Metronic

Über den Autor

Sandra Wagner, Leitung Vertrieb und Marketing, KBA Metronic
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