Alles aus einer Hand

Lohnherstellung für Sekundärverpackung

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

19.06.2012 Die Dienstleistung rund um das Produkt wird in umkämpften Märkten zu einem der wichtigsten Kriterien bei der Kaufentscheidung. Die Integration aller Leistungen in effiziente Prozesse ist dabei von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Auch Lohnhersteller für Sekundärverpackung unterliegen in vielerlei Hinsicht den hohen Anforderungen an die Produktion von Medikamenten und integrieren sie.

Anzeige

Entscheider-Facts Für Anwender

  • Um die spezifischen und vielfältigen Bedürfnisse der Pharmazeuten bedienen zu können, ist das Angebotsportfolio eines guten Lohnherstellers für Sekundärverpackungen sehr breit gefächert.
  • Hinzu kommt, dass der Pharmazeut zu fast jedem dieser Arbeitsgänge auch das passende Sekundärpackmittel benötigt.
  • Einige Packmittelhersteller folgen der kundenorientierten Strategie „Alles aus einer Hand“ und bieten eine integrierte und somit prozesseffiziente Lösung an.

Pharmazeuten haben oft ein sehr differenziertes Anforderungsprofil an Lohnverpacker bzw. Lohnhersteller für Sekundärverpackungen: Die Mengen überschreiten die Kapazität im eigenen Haus, die Texte auf der Packungsbeilage oder auch der Faltschachtel ändern sich, 10-er Packungen müssen wegen geänderter Marktanforderungen zum Beispiel in 20-er Packungen umgepackt werden. Ebenfalls ein guter Grund, einen Dienstleister zu beauftragen: Die ursprünglich für den Verkauf verpackte Ware muss als Klinikware umetikettiert werden; das bedeutet, dass beispielsweise Codes überklebt werden. Der Pharmazeut benötigt in allen Fällen aus zeitlichen Gründen Unterstützung, da er zum geforderten Zeitpunkt nicht genug Personal zur Verfügung hat. Da es sich beim Lohnverpacken um einen hohen Anteil an manuellen Tätigkeiten handelt, sind hier Flexibilität und Schnelligkeit gefragt, gleichzeitig spielen aber auch die Kosten eine Rolle. Bei kleineren Mengen lohnt es sich zum Beispiel für den Pharmahersteller nicht, seine Maschinen für dieses Produkt zu rüsten, oder er hat ohnehin schon eine hohe Auslastung und will keine weitere Maschine einsetzen. Einzige Alternative: die Handverpackung.

Auch der Einsatz von übergroßen Packungsbeilagen, die nicht über die üblichen maschinellen Falzer verarbeitet werden können, erfordert externen Support. Die Beilagen werden dann als Outsert gespendet oder separat kleingefalzt angeliefert und müssen manuell beigepackt werden, da die Verpackungsmaschinen der Pharmazeuten das automatisierte Spenden in der Regel nicht mehr leisten können.

Lohnabpacker können darüber hinaus Produktionsspitzen von Pharmazeuten abfangen. Neue Projekte, die nicht in vorhandene Produktionsprozesse im eigenen Betrieb passen, werden teilweise ebenfalls ausgelagert, bis sie wirtschaftlich ausreichende Mengen erreichen, um automatisiert abgepackt zu werden. In anderen Fällen werden aber auch komplette Produktschienen über einen längeren Zeitraum vom Lohnhersteller für Sekundärverpackung für den Pharmazeuten verpackt.

Gefragte Dienstleistungen der Lohnverpacker
Beim Neuverpacken, Umpacken, Verblinden oder Konfektionieren von Medikamentenchargen oder klinischen Prüfmustern stellt der Pharmazeut besondere Anforderungen an seinen Lieferanten. Dieser muss eine Herstellungserlaubnis nach §13 AMG (Arzneimittelgesetz) besitzen, eine cGMP-Zertifizierung und nach sicheren, in SOPs (Standard Operating Procedures) dokumentierten Prozessen fertigen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Sicherstellung der geforderten Qualität durch vorheriges Abstimmen der Herstellvorschrift mit dem Kunden. Das Einhalten dieser Vorschriften wird durch die Qualified Person bestätigt.

Beim Neuverpacken werden zwei oder mehr Packmittel zusammengeführt. Das Konfektionieren von Sonderverpackungen gehört ebenso in das Leistungsspektrum des Lohnverpackers wie individuelle Konfektionierungsaufträge. Primär verpackte Arzneimittel bringt er in Faltschachteln ein, packt beim Umverpacken bereits konfektionierte Ware aus und konfektioniert sie neu. Faltschachteln oder Packungsbeilagen werden ausgetauscht oder andere Packungsgrößen gebildet.

Auch das Verpackungsmanagement für klinische Studien gehört zu den Leistungsangeboten der Dienstleister. Das Anbringen von Anonymisierungs-Etiketten auf vorhandene Ware wie Blister oder Faltschachteln sowie die Vorkonfektionierung von Sets für den Prüfarzt sind hier nur einige Beispiele.

Das Etikettieren oder auch Markieren von Sekundärpackmitteln ist ein weiterer Baustein im umfangreichen Leistungskatalog des pharmazeutischen Konfektionierens. Die Verblindung von Texten auf der Faltschachtel, das Aufbringen beschrifteter Etiketten sowie Track & Trace-Etiketten oder Bollini- bzw. Belgien-Vignetten mit entsprechender Dokumentation sind die von der pharmazeutischen Industrie am deutlich häufigsten nachgefragten Dienstleistungen.

Zusätzlich werden auch Arbeiten wie das Banderolieren von Packungsbeilagen und weiteren Bestandteilen einer Produktinformation oder auch das manuelle Bestücken von Apothekendisplays angefragt.

Das integrierte Systemangebot
Um die spezifischen und vielfältigen Bedürfnisse der Pharmazeuten bedienen zu können, ist das Angebotsportfolio eines guten Lohnherstellers für Sekundärverpackungen, wie gezeigt, sehr breit gefächert. Hinzu kommt, dass der Pharmazeut zu fast jedem dieser Arbeitsgänge auch das passende Sekundärpackmittel benötigt. Einige Packmittelhersteller folgen der kundenorientierten Strategie „Alles aus einer Hand“ und bieten eine integrierte und somit prozesseffiziente Lösung an. Denn neben allen oben genannten Leistungen im Bereich des pharmazeutischen Konfektionierens stellen sie auch alle benötigten Sekundärpackmittel selbst her. Vorteil für den Pharmazeuten ist somit nicht nur eine in allen Belangen GMP-gerechte Abwicklung seines Auftrages, sondern auch die Tatsache, dass alle Komponenten der Leistung bei ein und demselben Anbieter, mit einem Ansprechpartner schnell und effektiv durchgeführt werden können – von der Entwicklung des Sekundärpackmittels bis hin zum letztlichen Abpacken der fertigen Produkte.

Separate Räumlichkeiten mit unterschiedlichen Hygienezonen, Schleusensysteme für den Personal- und Materialfluss, Linien zum maschinellen und manuellen Umpacken sowie ausreichend Kommissionier- und Lagerflächen für kontrollierte Zwischenlagerung gehören zur selbstverständlichen Ausstattung des Pharmaservice-Center Verpackungsdienstleistungen in Großbeeren, in dem die Konfektionieraufträge bearbeitet werden.

Der Lohnabpacker greift dabei auf ein umfangreiches, technisches Equipment zurück, das neben dem maschinellen Verpacken auch das Etikettieren schnell, flexibel und effizient abwickelt. Mit einem Rundum-Etikettierer sind beispielsweise folgende Leistungen möglich:

  • Etikettieren von Flaschen einer großen Bandbreite (10- bis 500-ml-Flaschen);
  • alle zylindrischen Produkte mit einem Durchmesser bis 80 mm etikettierbar;
  • Verarbeitung von Booklet-Etiketten;
  • Übernahme weiterer Schritte im Verpackungsprozess des Pharmazeuten.

 

 

 

 

Heftausgabe: Juni 2012
Anzeige
Tanja Feldmüller, Leiterin Marketing & Produktmanagement August Faller

Über den Autor

Tanja Feldmüller, Leiterin Marketing & Produktmanagement August Faller
Loader-Icon