Markt

Lonza mit weniger Umsatz und Gewinn im 1. Halbjahr

02.08.2004

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Verschiedene Faktoren, die bereits den Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2003 beeinträchtigt hatten, wirkten sich auch im ersten Halbjahr 2004 auf das Geschäftsergebnis der auf Life Sciences fokussierten Lonza Gruppe aus. Zusätzlich mussten die Kosten für die Inbetriebnahme einer neuen Anlage im amerikanischen Portsmouth verkraftet werden. Die Folge: Das Betriebsergebnis des Schweizer Unternehmens sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2003 um 37,1% – von 175 auf 110 Mio. sFr. Der Umsatz ging um 6%, währungsbereinigt um 6,6% auf 1,088 Mrd. sFr  zurück. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 121 auf 107 Mio. sFr. Der Reingewinn je Aktie reduzierte sich von 2,54 auf 1,48 sFr. Die Betriebsmarge der Gruppe lag bei 10,1% gegenüber 15,1% in 2003.


Lonza hatte bereits eine unternehmensweite Restrukturierungsinitiative zur Effizienzsteigerung und zur Reduzierung der allgemeinen Betriebskosten in allen Geschäftssektoren und Dienstleistungsfunktionen eingeleitet. Nach einem Jahr hat man eigenen Angaben zufolge 100% der personellen Maßnahmen und 80% der erwarteten Kosteneinsparungen von 100 Mio. sFr jährlich realisiert. Der Personalbestand ist von 5818 auf 5669 gesunken, dabei sind zusätzliche Mitarbeiter für die neuen Aktivitäten in Portsmouth und Guangzhou berücksichtigt.


Das Unternehmen hält auch weiterhin an den Mindestertragszielen für 2004 – ein Betriebsergebnis von 225 Mio. sFr und ein Reingewinn pro Aktie von 3 sFr – fest. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage in Portsmouth soll in 2005 zu einer Verbesserung der Ertragslage führen.


Zum 1. Juni 2004 hat der Verwaltungsrat Stefan Borgas, 40, zum Vorsitzenden der Geschäftsleitung ernannt. Sergio Marchionne, gegenwärtig Präsident des Verwaltungsrats, wird diese Funktion bis 2005 ausüben.

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